08.09.2019

Erst nur Zeller, dann das ganze Team - Fotos

Verbandsliga: Derbysieg gegen gute Rhöner

Johannesbergs Marcel Mosch (links) und Ehrenbergs Marius Bublitz haben das Objekt der Begierde fest im Blick. Foto: Charlie Rolff

Die Saisonziele sind gänzlich verschieden, doch bis dies am Feld deutlich wurde, ging einige Zeit ins Land. In Summe aber zu wenig, damit Ehrenberg bei der SG Johannesberg Zählbares hätte mitnehmen können. Somit bleibt die SGJ nach dem 4:2 (2:2)-Derbysieg weiterhin oben dran.

Wenn Vereinsboss Lothar Plappert seine Mannen lautstark maßregelt, schrillen die Alarmglocken am Johannesberg. "Hört endlich auf mit dieser Spielerei", feixte er lautstark in Richtung seiner Johannesberger, die in den ersten gut 40 Minuten eine erschreckende Leistung dargeboten hatten. Gegen den forschen, wie aggressiven Auftritt der Rhöner hatten sie wenig entgegenzusetzen. Glück, dass zu diesem Zeitpunkt nur Julius Brehl per klasse Schuss ins lange Eck und Marius Bublitz nach starker Vorarbeit von Dennis Scheffler getroffen hatten. Sven Bambey hatte beispielsweise bei zwei Schüssen Pech, auch Brehl hätte für klarere Verhältnisse sorgen können.

Ebenfalls Glück, dass sich Niklas Zeller als einer der ganz wenigen Johannesbergern zu diesem Zeitpunkt schon in Normalform präsentierte. Sein 20-Meter-Schuss, den Johannesbergs Platzsprecher treffend mit "Gewalt und Eleganz" umschrieb, sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Sein Doppelpass mit Patrise Gjocaj, den anschließend Marcel Mosch gar nicht mehr nicht über die Linie hätte drücken können, für das 2:2.

Jordan wird tätlich und hat Glück

Just der neuerliche Ausgleich sorgte bei Johannesberg für einen Hallo-Wach-Effekt. Bis zur Pause hätte das Spiel schon gedreht sein können. Nach zehn Minuten im zweiten Durchgang war es dann soweit, weil in Patrise Gjocaj, der Linksaußen, seinen Pendant auf rechts, Lars Jordan, herrlich zu bedienen wusste. Die SGJ war jetzt dominant, auch weil die ohnehin ersatzgeschwächt angetretenen Gäste auch Kapitän Felix Beck (krank) und Spielertrainer Robert Schorstein (angeschlagen) verlor. Allerdings muss sich die SGJ anheften lassen, dass sie schludrig die Entscheidung in Form des vierten Tores mehrfach verstreichen ließ.

Dies und die nicht ersichtliche Linie des Schiedsrichters Pierre Leitschuh (Barchfeld) hatten eine heiße Schlussphase zu verantworten, als Michael Geier die beste Ausgleichschance vergab und Lars Jordan die Gäule komplett durchgingen. Erst trat er heftig gegen den am Boden liegenden Julian Keidel nach, dann stieß er Keeper Toni Leimbach um. Zweimal sah er dafür Gelb, glatt Rot wäre die einzig vertretbare Entscheidung gewesen. So dauerte es bis zur Schlussminute, in der Zeller einen von Leon Bau an ihm verursachten Foulelfmeter selbst verwandelte, und für Ruhe gesorgt war.

Die Statistik:

SG Johannesberg: Hofacker – Velkovski, Rintelmann, Mondo, Lembach – Kengni Fotsing (53. Rexius) – Jordan, Mosch, Zeller, Gjocaj (77. Vranjes) – Sorg (46. Leucuta).
SG Ehrenberg: Leimbach – Bau, Dinkel, Moritz Schäfer, Beck (58. Bleuel) – Schorstein (68. Geier), Bambey – Marius Schäfer, Brehl, Scheffler (79. Keidel) – Bublitz.
Schiedsrichter: Pierre Leitschuh (FC Barchfeld).
Zuschauer: 250.
Tore: 0:1 Julius Brehl (2.), 1:1 Niklas Zeller (28.), 1:2 Marius Bublitz (29.), 2:2 Marcel Mosch (41.), 3:2 Lars Jordan (56.), 4:2 Niklas Zeller (90., Foulelfmeter).
Gelb-Rote Karte: Lars Jordan (83., Johannesberg).

Autor: Johannes Götze

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