Gruppenliga-Vorschau

Erst prallen die Zweifel, jetzt das Lob ab

02. Oktober 2020, 10:00 Uhr

Niklas Hilfenhaus' Einsatz ist fraglich. Foto: Charlie Rolff

Nach zwei Doppelspieltagen in Folge steht in der Gruppenliga wieder ein regulärer Spieltag an. Zwei Partien werden heute Abend zudem nachgeholt.

Jaksch der einzige Auswärtige

So ist Meister Hosenfeld zu Gast bei Gundhelm/Hutten, während Elters/Eckweisbach/Schwarzbach nach Schlüchtern reist. Für die Rhöner ist es das dritte von fünf Auswärtsspielen in Folge. „Vom Spielplan her ist das natürlich nicht perfekt. Aber freitagabends können wir ohne Flutlicht nicht bei uns spielen, weshalb wir das Heimrecht oft tauschen müssen“, erklärt Mark Jaksch. Der 31-Jährige ist seit Sommer Spielertrainer der Dreier-SG und zufrieden mit den ersten Monaten: „Wir sind ein eingeschworener Haufen. Ich bin der Einzige, der nicht aus der Gegend kommt. Und die Einstellung der jungen Truppe ist super, die Jungs wollen viel erreichen: Nach einigen Spielen waren die Spieler deshalb wirklich enttäuscht.“

Der Saisonstart mit fünf Punkten aus fünf Partien hätte für die Rhöner, die schnellstmöglich die Zähler für den Klassenerhalt einfahren wollen, nämlich besser laufen können. „Wir hatten uns mehr erhofft, zumal die Vorbereitung sehr gut lief. Gegen Kerzell, Bronnzell und Hosenfeld war mehr für uns drin, vielleicht müssen wir uns das Glück aber erst erarbeiten“, weiß Jaksch. Zweimal hat sein Team nun die Chance auf Punkte, nach dem Spiel in Schlüchtern geht es Sonntag nach Horas. „Wir wollen Minimum ein Spiel gewinnen“, so der Spielertrainer, der aufgrund von Knieproblemen höchst fraglich ist. Auch bei Noah Neubauer (Erkältung) und Marius Hohmann (Zerrung) steht ein Fragezeichen.

Bleuel will die Spieler auf dem Boden halten

Das Topspiel des Wochenendes – der Vierte empfängt den Ersten – steigt dagegen Sonntag in Hönebach. Kerzell ist im Duell zweier Überraschungsmannschaften zu Gast. „Wir sind ja selbst überrascht, wie gut es bei uns läuft. Wir sind zurzeit in einem gewissen Flow“, sagt Uwe Bleuel. Doch von der Momentaufnahme des ersten Tabellenplatzes möchte sich der Kerzeller Trainer nicht blenden lassen, spricht stattdessen lieber darüber, was noch auf die Helvetia zukommt.

„Die dicken Brocken warten noch auf uns. 47 oder 48 Punkte brauchen wir sicherlich, ein Drittel des Wegs ist geschafft. Wir haben höchsten Respekt vor dem, was vor uns liegt“, betont Bleuel, der versucht, seine Spieler auf dem Boden zu halten. „Das ist meine Aufgabe als Trainer. Vor der Saison hat keiner einen Pfifferling auf uns gegeben, das war uns egal. Nun wollen wir uns auch nicht davon blenden lassen, dass uns jeder lobt.“ Für Sonntag sind mit Torjäger Darko Lazarevski (Leiste) und Innenverteidiger Niklas Hilfenhaus (Knie) zwei Stammspieler angeschlagen.

Kressenbach/Ulmbach gegen Schlüchtern - da war doch was!

Im Kreispokal waren Kressenbach/Ulmbach und die SG Schlüchtern vor einigen Wochen aufeinander getroffen, die Folgen waren gravierend: Weniger weil K/U ausschied, sondern weil wegen der Erkrankung von Schlüchterns mittlerweile nach Johannesberg abgewandertem Siegtorschützen Baris Özdemir beide Mannschaften anschließend für zwei Wochen in Quarantäne mussten. Während Schlüchtern am Freitag schon ran muss, kann Kressenbach/Ulmbach ausgeruht ins Derby gehen. "Ich bin froh, endlich mal wieder eine ganze Woche Zeit zu haben, mit der Mannschaften auf nur ein Spiel und nur einen Gegner hinarbeiten zu können“, so Spielertrainer Tim Mulfinger.

Duell der Null-Punkte-Teams

Ein Derby steht auch in Müs an, wenn Nachbar Hosenfeld zu Gast ist. Das bis dato letzte direkte Duell vor fast einem Jahr gewann Müs mit 2:1. Nach Sonntag wird zudem höchstens eine Mannschaft nur noch bei null Punkten stehen. Im Spiel zwischen Gundhelm/Hutten und Künzell treffen nämlich zwei punktlose Mannschaften aufeinander. Auf Abstiegsplätzen liegen zurzeit auch Petersberg und Aulatal, die Sonntag im Waidesgrund aufeinandertreffen.

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