14.05.2019

Es geht jetzt um jedes Tor

Kreisoberliga Süd: Zweikampf ist plötzlich wieder Dreikampf

Ein Kampf bis zum letzten Spieltag: Roland Lotz (rechts) und Freiensteinau wollen vor Maximilian Theodor und Kressenbach/Ulmbach bleiben, haben aber plötzlich auch wieder Rückers im Nacken. Foto: Florian Volk

Während der SV Müs in der Kreisoberliga Mitte und die SG Eiterfeld/Leimbach im Norden am nächsten Spieltag die Meisterschaft aus eigener Kraft klarmachen können, deutet sich in der KOL Süd ein Herzschlagfinale am Ende an. Und plötzlich reden nicht nur noch zwei Teams um den Titel mit, sondern drei.

Es hat sich einiges verändert am vergangenen Spieltag: Kressenbach/Ulmbach, als Tabellenführer ins Wochenende gegangen, verlor erstmals seit Anfang November, 0:2 hieß es in Magdlos. Platz eins ist die Truppe von Tim Mulfinger vorübergehend los, da die SG Freiensteinau seine Ungeschlagen-Serie auf 24 ausbaute. Das 2:2 gegen den FV Steinau stellte aber auch nicht das Optimal-Ergebnis für die Jungs aus dem "Blauen Eck" dar. Und so hat die SG Rückers die Chance, aus dem Zweikampf plötzlich wieder einen Dreikampf zu machen. Wenn die Truppe von Mirko Gerhard ihr Nachholspiel bei der SG Huttengrund, das aufgrund von gesundheitlichen Problemen des Schiedsrichters abgebrochen werden musste, gewinnt, ist sie wieder dick im Geschäft.

"Ich habe Mirko und seine Jungs nie abgeschrieben", betont Heiko Breitenberger, Trainer der SGF. "Auf einmal ist bei Rückers kein Druck mehr da. Sie könnten jetzt lachender Dritter werden." Breitenberger selbst ist mit gemischten Gefühlen aus dem Wochenende gegangen: "Ich war enttäuscht über unsere erste Halbzeit gegen Steinau, die wir komplett verschlafen haben. Hälfte zwei war wie ausgewechselt, aber letztlich musst du nach dem 0:2-Rückstand mit dem Punkt zufrieden sein", sagt der Coach.

Für die vorübergehende Übernahme der Tabellenführung reichte es dennoch, Freiensteinau hat die Meisterschaft jetzt in der eigenen Hand. Die SGF und Kressenbach/Ulmbach sind punktgleich, der direkte Vergleich ging ausgeglichen (zweimal 1:1) aus, die vier Treffer bessere Tordifferenz würde Freiensteinau Stand heute zum Gruppenligisten machen. Unmöglich scheint es aber nicht, dass die SGKU in den verbleibenden Spielen noch vier Tore aufholen kann.

"Es kommt jetzt auf jedes Tor an. Aber ich denke, dass wir ganz oben stehen werden, wenn wir unsere beiden Spiele gewinnen sollten. Wir wollen jetzt auch Meister werden, die Relegation ist nur das Minimalziel", so Breitenberger, dem das schwere Restprogramm mit den Heimspielen gegen den Fünften Flieden II und den Vierten Magdlos, immerhin Kressenbach/Ulmbach-Besieger, bewusst ist. Die SGKU empfängt Mittelkalbach und ist zu Gast in Lauter. "Ich denke, alle Mannschaften und Trainerkollegen sind Sportsmänner genug, um noch ein letztes Mal dagegenzuhalten. In diesem sportlichen Dreikampf möge der Beste gewinnen."

Autor: Steffen Kollmann

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