SG Sickels

"Es gibt immer Spektakel"

15. Oktober 2020, 14:55 Uhr

Ljubisa Radic (links, gegen den Hofbieberer Lukas Haas) gehört zu den etablierten Spielern der SG Sickels. Foto: Kevin Kremer

Im sechsten Anlauf war der SG Sickels im Sommer die Rückkehr in die Kreisoberliga geglückt. In der Mitte-Staffel spielt der ordentlich verstärkte Club nun sogar eine solch gute Rolle, dass von deutlich mehr als nur dem Klassenerhalt geträumt werden darf.

Kurz vor Saisonstart sorgte die Meldung für Aufsehen, dass sich fünf Spieler mit "Hessenliga-Format" Sickels angeschlossen haben. "Sie sind alle noch sehr jung, aber auf einem sehr guten Weg", sagt der Sportliche Leiter Sejo Kolic nun einige Wochen später. Die bisherigen Ergebnisse geben ihm recht: Nach eher verhaltenem Start mit vier Punkten aus vier Spielen war zuletzt eine Entwicklung deutlich erkennbar - 13 Punkte gab es in fünf Spielen. "Bei den Niederlagen gegen Hofbieber und Edelzell/Engelhelms war am Anfang mehr drin. Aber wir waren noch nicht so weit, hatten noch nicht die Erfahrung wie andere etablierte Kreisoberligisten."

Das wird teilweise auch anhand der Spielweise deutlich: Während die 31 erzielten Tore die mit Abstand meisten sind, hat der aktuelle Tabellenzweite genauso viele Gegentreffer kassiert wie der Drittletzte Bachrain. "Wir spielen offensiven Fußball, die Jungs wollen lieber ein 6:5 als ein 1:0. Das ist schön für die Zuschauer, es gibt immer Spektakel. Zumal wir es gerne spannend machen", so Kolic schmunzelnd.

Grundsätzlich ist der Sportliche Leiter mit der Resonanz der Zuschauer zufrieden. "Es werden immer mehr. Wir hoffen jetzt auch auf viele Zuschauer im Derby." Sonntag geht es nämlich zum Nachbarschaftsduell gegen Haimbach, besonders für den früheren Trainer des HSV, Kolic, und Spieler David Mengel eine spezielle Partie. "Der Draht ist nach wie vor sehr gut. Wir freuen uns, nachher ein Bierchen zusammen zu trinken."

Im Spiel werden dann auch wohl wieder zwei talentierte Nachwuchskräfte der JSG West Ring mit von der Partie sein: Leon Butsch und Tim Marquardt. "In der Rückrunde werden noch viele mehr dazukommen. Es war ja von Anfang an mein Ziel, die Einheimischen einzubauen. 90 Prozent der JSG-Spieler sind Sickelser", betont Kolic, zugleich A-Junioren-Trainer. "Diesen Talenten wollen wir mit der Kreisoberliga eine Perspektive aufzeigen. Die Spieler von außerhalb helfen bei diesem Weg." Deswegen wäre es völlig okay, auch nächste Saison in der Kreisoberliga an den Start zu gehen. Kolic sagt aber nicht umsonst: "Die Jungs haben Lust auf mehr."

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