02.10.2019

Fast 500 Tage ohne Heimpleite

Erstes Ligaduell seit über 30 Jahren

Andreas Barthel hat die SG Da/Nü in die A-Liga geführt, in der sich die Mannschaft vor allem vor heimischem Publikum gut verkauft. Foto: Ralph Kraus

Am 27. Mai 2018, zum Kehraus der vorvergangenen Saison, hat die SG Dammersbach/Nüst letztmalig ein Heimspiel verloren. Gegen die TSG Mackenzell soll dieser Serie ein weiteres Kapitel hinzugefügt werden. In einem Derby, das es noch viel länger nicht gegeben hat.

Lauterbach/Hünfeld

Nachdem die TSG der B-Liga 1986 für bis dato immer entfloh, spielte DaNü stets mindestens eine, manchmal gar drei Klassen unter dem Nachbarn. Vergangenheit. Entsprechend heiß sind alle Beteiligten auf das erste Derby seit über 30 Jahren. „Aber es spielt keine Rolle, dass Mackenzell kommt, weil wir ohnehin in jedem Heimspiel brennen, es in jedem Heimspiel nur Feuer gibt“, sagt DaNü-Trainer Andreas Barthel, der den Unterschied zwischen Heimstärke und eklatanter Auswärtsschwäche erklärt: „Zuhause sind wir immer heiß und motiviet, auswärts hapert es oftmals an der Einstellung.“ Doch nun stehen drei Heimspiele in Folge an, in denen der Kader fast komplett sein wird. Nur Kevin Ott fehlt.

Hünfeld/Hersfeld

Bis Germania Kirchhasel in der Vorsaison 15 Punkte zusammen hatte, dauerte bis in den April hinein und bedurfte insgesamt 21 Spiele. Nun hat Mario Hennings Truppe ebenso viele Zähler bereits im September verbucht und dürfte, wie vom Trainer erhofft, mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Ein Grund für den Aufschwung: Torjäger Thomas Vogt hat sich nach seinem Kreuzbandriss in guter Form zurückgemeldet und führt die interne Schützenliste mit acht Treffern deutlich an. Gelingt ihm auch am Einheitstag ein Treffer? Es geht gegen KOL-Absteiger Sorga/Kathus.

Fulda

Zwar nur zwei Spiele stehen morgen in der Fuldaer Staffel an – doch beide haben es in sich. In Marbach gastiert Steinau/Steinhaus zum Gemeindederby. Die Gastgeber konnten sich dank eines überragend aufgelegten Christopher Wahl zuletzt gegen die SG Oberrode (5:2-Sieg)ein wenig freischwimmen, während die FSV die Mannschaft zu sein scheint, die dem Spitzenduo Sickels/Türkischer SV noch am ehesten gefährlich werden könnte. Apropos Türkischer SV, apropos freischwimmen: Der Türkische SV hat die krachende Topspiel-Niederlage in Sickels mit danach drei Siegen perfekt verdaut, während Germania zuletzt Eichenzell/Rothemann II neun Stück einschenken konnte. Es verspricht ein sich lohnendes Stadtderby am Gallasiniring zu werden.

Fulda/Rhön

Frühschoppenspiel in Hettenhausen am Feiertag um 11 Uhr. Und beide Teams werden Punkte gegen den Abstieg sammeln müssen. Während der Gastgeber nach dem Zusammenschluss mit Schmalnau noch in der Findungsphase steckt, spielt Thalau II naturgemäß erneut gegen den Klassenerhalt. Erstaunlich: trotz der ligaweit schlechtesten Tordifferenz (-22) sind tabellarisch fünf Teams hinter Thalau platziert.

Hersfeld/Rotenburg

Überschaubar ist auch das Programm ganz im Norden, denn hier sind wie in den beiden Fuldaer Staffeln ebenfalls nur zwei Spiele angesetzt. Und das könnte Spitzenreiter Neuenstein dazu nutzen, der Konkurrenz auf drei Punkte zu enteilen. Voraussetzung ist der Pflichtsieg beim Vorletzten Ronshausen.

Schlüchtern

In Distelrasen und Bellings/Hohenzell sind zwar noch zwei Teams ungeschlagen, aber Tabellenführer ist dennoch die SG Oberkalbach, die den Platz an der Sonne mit einem Sieg in Schwarzenfels wahren will.

Autor: Johannes Götze

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