Gruppenliga: Aulatal lässt keine Zweifel

Fischer, Fischer, immer wieder Fischer

07. November 2021, 14:45 Uhr

Noah Neubauer (links) und Elters/Eckweisbach/Schwarzbach gingen gegen Moritz Wernick und Aulatal unter. Foto: Kevin Kremer

Das große Nervenflattern und Rechnen in der Entscheidung um den letzten Platz in den Play-offs der Gruppenliga blieb aus: Die SG Aulatal hatte Platz fünf in den eigenen Händen und ließ ihn sich dank des überaus souveränen 5:0 (2:0)-Siegs in Elters auch nicht mehr nehmen.

Wegweisend für den Erfolg war ein Blitzstart unter kuriosen Umständen: Eine Minute war gespielt, da nahm Aulatals blitzschneller Linksaußen Nils Fischer Fahrt auf – und im Laufduell zerrte sich Gegenspieler Marius Hohmann, der sich nur noch mit einem Foul zu helfen wusste. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fischer eiskalt (2.). Hohmann, wenige Minuten später verletzt ausgewechselt, schwor zwar, "dass das Foul außerhalb des Strafraums war". Aber ob dies einen Unterschied gemacht hätte? Kaum vorstellbar.

Denn Aulatal trat von Minute eins an extrem offensiv, gallig und willig auf. Von Nervenflattern keine Spur. Das 2:0 nach zwölf Minuten war folgerichtig, diesmal leitete Fischer über links ein, Youngster Leonard Piranty legte quer für Simon Hennighausen und bekam den Ball zurück. Der 21-Jährige schob unter dem Jubel der mit Bus angereisten Gästefans ein. Die SG EES bekam ersatzgeschwächt überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, hatte nicht eine klare Torchance und fand keine Mittel gegen den alles überragenden Fischer, der nach der Pause noch zweimal selbst traf und für Fabian Wozniak das zwischenzeitliche 3:0 auflegte.

"Wir sind jetzt einfach total froh, dass wir unser Ziel erreicht haben – und das insgesamt sicherlich auch verdient", ließ Fischer nicht nur Spiel, sondern die gesamte bisherige Runde Revue passieren. Dass Aulatal durchaus höher gewettete Teams hinter sich ließ, verwundert Fischer nicht. "Das Team hat insgesamt noch einmal eine Entwicklung gerade im spielerischen Bereich hingelegt und mit Sebastian Schuch einen Stabilisator in der Innenverteidigung hinzugewonnen." Dass Aulatal nun mit nur fünf Punkten keine Rolle um den Titel spielen wird, ist Fischer bewusst – und egal. Er freut sich auf die Play-offs.

"Das ist eine Lachnummer"

Die Spiele von Künzell und Horas, beide zuvor noch mit Chancen auf Platz fünf, hatten keinerlei Relevanz – auch nicht für die Tabellen der Play-offs und Play-downs. Und Künzell hätte seine Chance auch nicht genutzt, gegen Hönebach setzte es eine 1:3-Pleite. "Wir wären zumindest gerne mit einem guten Gefühl, ergo einem Sieg, in die Winterpause gegangen. Das ist uns leider nicht gelungen", sagte TSV-Trainer Marco Gaul nach Spielende, der aber nach der ersten Enttäuschung eine positive Bilanz zog: "Nach dem Umbruch und der zwischenzeitlichen schlechten Phase können wir mit total soliden 15 Punkten in die Abstiegsrunde gehen. Die Jungs haben das in der Vorrunde insgesamt gut gemeistert."

Horas hingegen nimmt nur drei Zähler weniger mit, obwohl der FVH im Vergleich zu Künzell zwei Punkte mehr im bisherigen Verlauf gesammelt hat. "Eine Lachnummer", nennt Coach Matthias Wilde das und sagt, "dass ich es unfassbar finde, dass Funktionäre sich so etwas ausdenken. Dass wir 24 Punkte holen und davon die Hälfte einfach weg ist, ist lächerlich. Die Erfolge gegen Bronnzell oder FT Fulda sind nichts wert." Apropos FT: Der 3:0-Sieg zum Ausklang stimmte Wilde in Bezug auf die eigene Mannschaft milde, "weil wir nach einer ganz schwierigen Hinrunde und teilweise unterirdischen Leistungen mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen können".

Dass kann auch die Hünfelder Reserve, die gegen Petersberg den dritten Sieg in Folge einfuhr. "Wir haben durch die drei Spiele eine ganz schlechte Runde gerettet und sind mit elf Punkten jetzt mittendrin im Geschehen", sagte Marius Schubert, der erneut den erkrankten Chefcoach Niclas Rehm vertrat. Das Spiel ist leicht erklärt: "Wir waren vor der Pause unterirdisch, haben dann etwas umgestellt, anschließend das Spiel klar dominiert und verdient gewonnen", resümierte Schubert. Der RSV hat hingegen nun schon fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer – fünf Teams steigen aus der Gruppenliga ab.

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