03.11.2019

Flieden bekommt den Laden nicht dicht

Verbandsliga Nord: Sand verdienter Sieger im Verfolgerduell

Fliedens Luca Gaul (rechts) grätscht Steffen Bernhardt im letzten Moment noch den Ball vom Fuß. Foto: Christian Halling

Der SV Flieden mutiert zur Schießbude: Gerade gegen die so offensivstarken Sander traten große Defizite in der Buchonen-Abwehr offen zutage. So halfen beim am Ende verdienten 3:4 (2:2) nicht mal mehr die obligatorischen Standards, um den Negativlauf zu durchbrechen.

Nimmt man das Kreispokal-Aus gegen den SV Neuhof vom vergangenen Mittwoch noch hinzu, dann hat die Buchonia nun schon fünf Pflichtspiele in Serie verloren und dabei 19 Gegentore kassiert. „Das ist deutlich zu viel und derzeit ganz klar unsere Achillesferse. Willen und Kampfbereitschaft habe ich bei meinen Spielern gesehen, aber hinten sind wir trotzdem viel zu offen“, befand Trainer Zlatko Radic.

Mit Christian Kreß, André Leibold, Niko Zeller und Nico Hohmann wies die Viererkette gegen die Sander eigentlich genug Erfahrung auf, allerdings passt die kollektive Arbeit gegen den Ball im Fliedener Spiel nicht – wenngleich man die personellen Probleme dabei nicht außer Acht nehmen darf. Auch gestern mussten zwei Akteure wieder vorzeitig vom Feld. Aaron Neu, der zwischendurch sein erstes Tor im Fliedener Trikot erzielt hatte, hatte es mit dem Kreislauf (Radic: „Da muss man die Spielvorbereitung überdenken“), Youngster Leon Busch musste nur 15 Minuten nach seiner Einwechslung mit einer Oberschenkelzerrung wieder runter und wird dieses Jahr wohl kaum mehr spielen können.

Neu und Busch müssen runter

Die Sander waren am Weiher von der Spielanlage her ganz klar die reifere Mannschaft, hatten ihre abgezockten Offensivleute wie Pascal Itter oder Tobias Oliev mitgebracht und versprühten vor allem über außen enorme Gefahr. Besonders der Ex-Lehnerzer Antonio Bravo-Sanchez machte unheimlich Betrieb auf seiner rechten Seite.

Das Spiel der Buchonia war mit vielen Ungenauigkeiten versehen, dazu agierten die Hausherren gerade im erste Durchgang oft viel zu passiv. Dass das Spiel so lange offen blieb, hatte die Radic-Elf einmal mehr ihrem überragenden Keeper Lukas Hohmann sowie ihrer in Fleisch und Blut übergegangenen Standardstärke zu verdanken: Das 2:1 von Andreas Drews ins lange Eck war traumhaft anzuschauen, beim 3:3, ebenfalls durch den Kapitän, hatte Sands Keeper Rick Christof einen dicken Bock gerissen.

Ansonsten rieben sich Marc Röhrig und Sascha Rumpeltes vergeblich auf, während Aaron Neu und Noah Odenwald kaum ins Spiel eingebunden waren. Wegen der fehlenden ntensität ob der wenigen fitten Spieler im Training ging es bei Fliedem am Ende auch konditionell dahin. Sands Trainer Mario Deppe freute sich, „dass wir nicht nur über das Spielerische, sondern auch die kämpferische Komponente hier wieder in die Spur zurückgefunden haben.“

Die Statistik:

SV Buchonia Flieden: L. Hohmann – Kreß, Leibold, Zeller, N. Hohmann – Gaul, Drews – Odenwald (60. Busch, 75. Schneider), Neu (43. Hack), Rumpeltes – Röhrig.
SSV Sand: Christof – Kutzner, Si. Bernhardt, Winkelheide (80. Dzaferi), Samson – Lorenzoni, St. Bernhardt – Schmidt (87. Schwab), Oliev (85. Klitsch), Bravo-Sanchez – Itter.
Schiedsrichter: Volker Höpp (FSV Dauernheim).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Pascal Itter (17.), 1:1 Aaron Neu (27.), 2:1 Andreas Drews (31.), 2:2 Leon Winkelheide (35.), 2:3 Nicolai Lorenzoni (63.), 3:3 Andreas Drews (65.), 3:4 Pascal Itter (68.). / hall

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