17.11.2018

Flieden dem Abstieg ein Stück näher

Hessenliga: Unfassbares Verhalten bei den Gegentoren

Abtiegskampf pur bot das Spiel Ederbergland (rote Trikots) gegen Flieden. Foto: Ralph Kraus

Man muss kein großer Prophet sein, um behaupten zu können, dass das Kellerduell der Hessenliga zwischen dem FC Ederbergland und Biuchonia Flieden das Aufeinandertreffen zweier Mannschaften war, die in der kommenden Runde wohl in der Verbandsliga weiterspielen werden. Zwar war Ederbergland mit dem 4:2 (1:0) obenauf, doch so einfach wird es der FCE in keinem anderen Spiel der restlichen Saison mehr gemacht bekommen.

Die Premiere ging der neue Fliedener Trainer Zlatko Radic mit einigen Umstellungen an. Wie angekündigt stellte er auf eine Art 4-4-2 um. Niko Zeller spielte rechts, Sascha Rumpeltes übernahm die linke Abwehrseite. Die Innenverteidigung bildeten Andre Leibold und Kemal Sarvan. Das Mittelfeld wurde auf der Sechs doppelt besetzt, wobei Luca Gaul den defensiveren Teil und Taras Zaviiskyi eher den offensiveren Part übernahm. Marc Götze spielte auf der echten, Marc Röhrig auf der linken Außenbahn. Vorne bekam Fabian Schaub Unterstützung vom sich etwas fallenden lassen Andreas Drews.

Die erste Halbzeit im Allendorfer Sportpark brachte Vorteile für Flieden. Die beste Möglichkeit hatte Marc Götze, dessen Freistoß aus gut 25 Metern Keeper Dominik Geiss zur Ecke über die Latte lenkte. Ansonsten gab es zwei, drei ganz gute Möglichkeiten für die Gäste, ohne das der Keeper großartig gefordert worden wäre.

Dennoch: Die Führung zum 1:0 für Ederbergland war extrem bitter, denn die Hausherren hatte vorher keinen einzigen gefährlichen Schuss abgefeuert. Dann aber fiel Ademi der Ball durch reinen Zufall so vor die Füße, dass er alleine vor Lukas Hohmann auftauchte und dem Schlussmann der Fliedener in der 1:1-Situation keine Chance ließ.

Was sich Flieden dann zu Beginn der zweiten Halbzeit erlaubte, dass war nicht Hessenligawürdig. Die Buchonen kassierten innerhalb von 120 Sekunden zwei weitere Gegentore, die an Eigenverschulden nicht zu überbieten waren. Wie schon beim 1:0 kamen die Ederbergländer Torschützen jeweils völlig unbedrängt zum Abschluss. Armer Lukas Hohmann im Tor,.

Immerhin: Nach einer top Einzelleistung von Fabian Schaub kam Flieden schnell wieder etwas heran. Der Stürmer tankte sich gegen einen Gegenspieler durch und blieb im Abschluss cool. Nur wenig später ließ der gerade eingewechselte Lukas Hagemann die Möglichkeit zum 3:2 zu leicht liegen, als er von Taras Zaviiskyi geschickt wurde, aber zu wenig Bums hinter seinen Abschluss brachte (65.).

Es sollte die einzige Möglichkeit für Flieden bleiben, um der Parrtie vielleicht doch noch eine Wende zu geben. Mit dem 4:1 war das Spiel endgültig gelaufen. Daran änderte auch Wissemanns Foulspiel an schaub nichts, wodurch Sarvan per Elfmeter das 4:2 markieren konnte.

Die Statistik

FC Ederbergland: Geiss; Klaus, Ricka (79. Kamm), Möllmann, Dreher, Völker (46. L. Guntermann), Wissemann, Miß, Hidic (85. Dienst), Ademi, Todt.
Buchonia Flieden: L. Hohmann; Zeller, Leibold, Sarvan, Rumpeltes, Gaul, Zaviiskyi, Götze, Röhrig (70. Bohl), Drews (58. Hagemann), Schaub.
Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Valon Ademi (38.), 2:0 Lukas Guntermann (51.), 3:0 Manuel Todt (53.), 3:1 Fabian Schaub (58.), 4:1 Valon Ademi (76.), 4:2 Kemal Sarvan (87., Foulelfmeter).

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