06.10.2018

Flieden fehlt die Durchschlagskraft

Hessenliga: Bittere 0:1-Niederlage in Griesheim

Den Fliedenern fehlte in Griesheim die Durchschlagskraft. Foto: Pedro Acebes

Buchonia Flieden hat im Hessenliga-Kellerduell bei Viktoria Griesheim eine ganz bittere 0:1-Niederlage hinnehmen müssen und fällt in der Tabelle hinter den direkten Konkurrenten aus Südhessen auf den vorletzten Platz zurück.

Ein besonderes Jubiläum feierte Fliedens Stürmer Fabian Schaub: Er bestritt sein 300. Ligaspiel für die Buchonen. Trainer Meik Voll hatte gegenüber dem Bad Vilbel-Spiel einiges verändert. Für Niko Zeller und Tobias Bartel kamen Nico Hohmann und Marc Götze ins Team. Der Coach beorderte Andreas Drews als zweite Spitze neben Schaub in den Sturm, wobei der Kapitän sich mit Marc Röhrig an vorderster Linie abwechselte. In der Innenverteidigung tauchte dagegen Kemal Sarvan auf. Und Drews war es auch, dem sich die erste Großchance der Partie bot. Sein Kopfball war aber nicht wuchtig genug.

"Wir haben in der ersten Halbzeit versucht, den Ball ins Tor zu tragen, was nicht gelungen ist. Da haben wir uns viel zu umständlich angestellt", monierte Voll nach dem Abpfiff. Die Gastgeber setzten von Beginn an auf Konter und mit einem einfachen flachen Ball in die Schnittstelle wurde die Fliedener Abwehr dann ausgehebelt. Nico Hohmann und Sascha Rumpeltes ließen sich von Stürmer Engin Arslan nach einem Ballverlust von Luca Gaul überlaufen. Arslan, der den verletzten Torjäger Pascal Stork vertrat, versenkte den Ball flach im linken Eck (12.). Nach dem 1:0 mangelte es den Fliedenern trotz offensiverer Grundausrichtung an Ideen und Durchschlagskraft.

Voll hat kein Verständnis für Tribünenverweis

Griesheim verteidigte geschickt und nahm den 1:0-Vorsprung mit in die Kabine. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns eine Menge vorgenommen und konnten uns keine zwingenden Torchancen erspielen, weil Griesheim das in der Defensive gut gemacht hat. Als wir mehr aufgemacht haben, hätte durch Konter auch das 2:0 fallen können", resümierte Voll. Der fade Beigeschmack an der Niederlage erfolgte für den Coach in der 68. Minute: Ohne jegliche Ermahnung wurde der Trainer auf die Tribüne verwiesen, nachdem er reinrief: "Das sind zwei bullige Typen und sie pfeifen nur für Blau ab."

Schaub wurde wegen angeblichen Foulspiels eine gute Chance genommen, denn er traf danach die Latte. "Jede strittige Situation wurde gegen Blau abgepfiffen. Dass ich hinter die Barriere geschickt werde, dafür fehlen mir die Worte. Es herrschte vorher absolute Ruhe auf unserer Bank", war Voll fassungslos. Flieden entblößte in der Schlussphase die Abwehr, stellte hinten auf Dreierkette um und Sarvan ging mit nach vorne. Doch auch die Eckbälle brachten keine Gefahr mehr ein./pac

Die Statistik:

Viktoria Griesheim: Jivan - Jordan (77. Kuhl), Tatchouop, Muhic, Bender - El Fahfouhy, Paraschiv - Kazimi, Volk, Kresovic (54. Caglar) - Arslan (68. Araujo da Silva).
Buchonia Flieden: L.Hohmann - Leibold, N.Hohmann, Sarvan, Rumpeltes - Gaul - Götze (73. Bohl), Röhrig (85. Hagemann), Zaviiskyi - Drews (66. Weismantel), Schaub.
Schiedsrichter: Patrick Simon (Mainz).
Zuschauer: 145.
Tor: 1:0 Engin Arslan (12.).
Besonderes Vorkommnis: Fliedens Trainer Meik Voll auf die Tribüne verwiesen (68.).

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