08.04.2016

Friedel-Elf gegen "Gruppen- oder Verbandsligteam"

Kreisoberligen: Müs gibt sich nicht vorher geschlagen

Marc Friedel kämpft mit Germania Müs um Platz zwei der KOL Mitte. Foto: Charlie Rolff

Stehen in der Kreisoberliga Mitte (Borussia Fulda II) und Kreisoberliga Nord (Eiterfeld/Leimbach) die Meister quasi schon fest, ist es in der Süd-Staffel noch richtig kuschelig. Allerdings geht´s in den beiden anderen Ligen noch um Platz zwei, der für die Aufstiegsspiele zur Gruppenliga berechtigt.

Kreisoberliga Mitte:

Vor der Winterpause ging Germania Müs etwas die Puste aus: Mit nur zwei Punkten aus drei Spielen schien Platz zwei kurzzeitig außer Reichweite zu geraten. Doch jetzt ist die Friedel-Truppe wieder voll am Damm, konnte im neuen Jahr 13 von 15 möglichen Punkten holen und steht plötzlich punktgleich hinter Künzell II - das ohnehin nicht die Aufstiegsspiele bestreiten darf - und vor Michelsrombach/Rudolphshan auf Rang drei. Da kommt das Topspiel gegen den designierten Meister Borussia Fulda II am Sonntag (15 Uhr) zum besten Zeitpunkt. Marc Friedel differenziert das aber: „Da steht eine Gruppen- oder vielleicht sogar Verbandsligamannschaft auf dem Platz. Da ist der Zeitpunkt vollkommen egal.“

Beim 7:0-Sieg gegen Engelhelms spielten für die Borussen Fohlenelf unter anderem Roman Schad, Imal Schersadeh, Jonathan Müller, Benjamin Bunzenthal, Tobias Hammerl, Christopher Schenkel oder Mark Jaksch. Abschenken wird Friedel deshalb das Spiel allerdings nicht: „Wir müssen unsere Leistung bringen. Dürfen nur wenig Fehler machen, wenn wir im Ballbesitz sind und müssen dann auch mutig nach vorne agieren. Dann bin ich überzeugt, dass auch gegen Borussia Fulda etwas möglich ist.“ Den Blick auf die Tabelle wagt Friedel hingegen derzeit nicht, schließlich kommt nach Borussia zwar erst Kellerkind Margretenhaun, dann aber die Topspielwochen mit Lauter, Michelsrombach/Rudolphshan und Künzell II. „Wenn wir danach immer noch Dritter sind, können wir auch über die Relegation reden. Vorher aber nicht“, unterstreicht Friedel.

Kreisoberliga Süd:

Die SG Kerzell konnte aus den vergangenen acht Spielen satte 22 von 24 möglichen Punkten ergattern und hat sich so zum Tabellenführer der Kreisoberliga Süd aufgeschwungen. Für Trainer Heiko Rützel ist der Lauf erklärbar: "Die Vorbereitung war wie bei vielen Teams durchwachsen, wir sind dann aber richtig aus den Startlöchern gekommen. Und so gewinnst du dann auch die Spiele wie gegen Mittelkalbach am Wochenende." Da stimmte für Rützel die Einstellung seines Teams allerdings nur bedingt: "Vielleicht war das aber der glimpflich geendete Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt." Mit den Spielen heute (18 Uhr) in Weyhers und am Sonntag (15 Uhr) gegen Bad Soden II können weitere wichtige Schritte zum Titel unternommen werden. Vor wenigen Wochen ob der Dominanz von Hosenfeld kaum vorstellbar: "Da konnte im Winter keiner mit rechnen. Hosenfeld war lange Zeit in einer anderen Liga unterwegs. Die Unruhe dort ist aber nicht mein Bier", sagt Rützel, der mit seinem Team schon sieben Punkte vor Hosenfeld steht, weswegen Haimbach (fünf Punkte und ein Spiel weniger) der ärgste Konkurrent ist.

Kreisoberliga Nord:

Die FSG Hohenroda genießt am Wochenende gleich zweimal Heimrecht und hat dabei die große Chance Platz zwei abzusichern. Gewinnt die Lindemann-Elf sowohl gegen Rotenburg/Lispenhausen (heute, 19 Uhr) als auch gegen Herfa (Sonntag, 15 Uhr) würde der Vorsprung auf Aulatal mindestens vier Zähler bei gleicher Spielzahl betragen. „Natürlich ist das Ziel, dass wir Platz zwei behaupten. Aber beide Spiele sind nicht einfach: Rotenburg will ich nicht an dem 0:8 gegen Asbach II messen, weil die Mannschaft einfach stärker ist und sich mit Steffen Kanngießer im Winter auch wieder gut verstärken konnte. Und Herfa ist Derby, da ist immer alles möglich“, sagt Mike Lindemann.

Der Mannschaft versucht er deswegen zu vermitteln, dass mit Aulatal zum Saisonende und möglichen Aufstiegsspielen noch richtige Highlights warten würden: „Und dafür spielen wir ja Fußball. Genau für solche Spiele.“ Hohenrodas Konkurrent um Platz zwei, die SG Aulatal, muss am Sonntag zur SG Rotensee/Wippershain/Schenklengsfeld reisen. Der Meister in spe, die SG Eiterfeld/Leimbach, empfängt die SG Wildeck und will den Nimbus der Unbesiegbarkeit wahren.

Autor: Johannes Götze

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