06.03.2018

Fröhlich: "Fast schon selbstverständlich, dass ich bis Sommer helfe"

Gläserzells neuer Frauen-Coach im Interview

Stephan Fröhlich ist zurück beim SV Gläserzell. Foto: Max Lesser

Nach etwas mehr als eineinhalb Jahren feiert Stephan Fröhlich sein Comeback auf der Trainerbank und wird beim SV Gläserzell in der Frauen-Hessenliga Nachfolger von Goran Gajic. Wir haben uns mit dem 39-Jährigen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterhalten.

Um deine Person ist es zuletzt ruhiger geworden. Was hat Stephan Fröhlich in der letzten Zeit getrieben?

Mein Schwerpunkt in der Vergangenheit war die Schiedsrichterei. Ich habe unter anderem einen Beobachterlehrgang absolviert, um neue Blickwinkel kennenzulernen und meinen Horizont zu erweitern. Ansonsten habe ich den osthessischen Fußball natürlich verfolgt, aber meine Pause genossen. So habe ich mich intensiv für einen Marathon in Köln im Oktober vorbereitet und diesen auch erfolgreich beendet. Also ich habe es ins Ziel geschafft (schmunzelt).

Wieso dann die Rückkehr nach Gläserzell?

Ich habe einfach eine besondere Beziehung zum Verein, wir sind im Sommer 2015 unter anderem gemeinsam Hessenmeister geworden. Es ist nicht so, dass ich mich verpflichtet gefühlt habe, aber es war für mich fast schon selbstverständlich, dass ich dem Verein in dieser Situation bis Sommer helfe. Danach ist aber Schluss.

Du machst also den Heynckes?

(lacht). Ich maße mir nicht an, mich mit einem Jupp Heynckes zu vergleichen. Die Aufgabenstellung ist klar: Der Verein hat einen Trainer gesucht, der Mannschaft sowie Umfeld kennt und der dafür sorgen soll, dass der Klassenerhalt in der Hessenliga gelingt. Ich bin guter Dinge, dass wir das schaffen können. Die Qualität dafür ist definitiv vorhanden, danach wird für mich aber Schluss sein.

Was sind deine Eindrücke bislang?

Das Gesicht der Mannschaft hat sich verändert, aber den Großteil kenne ich natürlich. Mit Melanie Hillenbrand, Sarah Hohmeyer, Vivien Priemer und Jasmin Jökel sind beispielsweise noch einige Spielerinnen da, die für eine gewisse Qualität stehen und schon einige Jahre auf dem Niveau ihre Leistung bestätigt haben. Trotzdem muss ich mir jetzt erst einmal einen Überblick verschaffen und sehen, wo ich die Schwerpunkte setzen werde. Mir ist wichtig, dass die Mannschaft eine gute Struktur und Ordnung hat, denn das sind die Basics, wenn du die Liga halten möchtest.

Wie geht es im Sommer mit dir weiter?

Das weiß ich selbst noch nicht (schmunzelt). Ich kann mir grundsätzlich vorstellen, im Sommer wieder eine Mannschaft zu übernehmen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das muss aber nicht sein. Zunächst liegt mein voller Fokus auf der Rückrunde mit Gläserzell, danach werden wir weiter sehen.

Autor: Max Lesser

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