17.02.2018

FSV baut Erfolgsserie aus

Regionalliga Südwest: 2:1-Sieg gegen Stadtallendorf

Leon Bell Bell jubelt nach seinem 1:0. Foto: Steffen Turban

Der FSV Frankfurt hat am Samstagnachmittag in der Regionalliga Südwest seine Erfolgsserie fortgesetzt. Gegen Aufsteiger Eintracht Stadtallendorf konnte die Mannschaft von Trainer Alexander Conrad mit dem 2:1-Sieg den dritten Dreier in Folge einfahren und vorerst die Abstiegszone verlassen.

FSV-Coach Alexander Conrad sah sein Team nach dem dritten Sieg in Folge "weiter als in der Hinrunde. Aber wenn wir eine abgezockte Mannschaft wären, hätten wir das schon in der ersten Halbzeit auf einen guten Weg bringen können. Aber wir sind dann eben nicht ganz so weit, denn sonst würde das 2:1 in der 90. Minute nicht fallen und wir würden auch nicht kurz danach den Ball verlieren. Am Ende sind wir aber mit dem verdienten Sieg hochzufrieden", fasste der Übungsleiter zusammen. Zwar waren die Bornheimer von Beginn an der Herr in ihrem eigenen Hause, aber letztlich fiel in der starken Anfangsphase nur ein Treffer. Nachdem Leon Bell Bell schon nach vier Minuten den ersten Torschuss am Tor von TSV-Torhüter Hrvoje Vincek vorbeigeschossen hatte, machte es der Stürmer nach exakt einer Viertelstunde besser.

Einen durchdacht vorgetragenen Angriff über die linke Seite vollendete Bell Bell auf Vorarbeit von Robert Schick zum 1:0 für den FSV (15.). Die Blau-Schwarzen gaben sich damit nicht zufrieden und spielten weiter offensiv. Einen Freistoß von Schick konnte Stadtallendorfs Torhüter Hrvoje Vincek gerade so über die Latte lenken. Von den Oberhessen war bis dahin so gut wie nichts zu sehen. Der Drittliga-Absteiger hatte die Partie klar im Griff und verpasste durch einen Schick-Abschluss den zweiten Treffer. Kurz vor der Pause kam dann vor der Trainerbank Stadtallendorfs Unruhe auf, denn FSV-Akteur Schick zog sich nach einem rüden Einsteigen im Mittelfeld den Zorn der Gästebank zu und auch innerhalb des Spielfeldes kam es zu einer kurzen Rudelbildung. Die FSV-Führung zur Halbzeit war gerecht, denn die Gäste brachten außer eines Freistoßes von Tomislav Baltic nichts gefährliches auf das Tor von FSV-Tormann Marco Aulbach.

Stadtallendorf wacht zu spät auf

Im zweiten Abschnitt agierte Stadtallendorf etwas druckvoller, lief aber zwangsläufig in FSV-Konter. So musste sich Gästekeeper Vincek bei einem abgefälschten Schuss von Ahmed Azaouagh mächtig strecken. Eintracht-Trainer Dragan Sicaja reagierte und brachte Kreativspieler Erdinc Solak, der sich gleich mit einem Freistoß gegen die Latte einfügte. Beim Kopfballabpraller von Laurin Vogt war FSV-Torwart Marco Aulbach zur Stelle. Die Gäste erhöhten den Druck, konnten sich aber nicht entscheidend vor dem Tor des FSV durchsetzen. "Der spielerisch starke Gegner war so aufgestellt, dass sie jederzeit ein gutes Positionsspiel aufziehen konnten. Deswegen hatten wir nach der Pause unsere Probleme, aber es haben sich auch Konterchancen geboten, die wir nicht gut ausgespielt haben", analysierte Conrad.

Die Vorentscheidung fiel dann acht Minuten vor dem Ende zugunsten der Bornheimer: Mateo Andacics Rechtsflanke wurde von Kevin Vidakovics unglücklich zum 2:0 ins eigene Tor abgelenkt (82.). In der Schlussminute verkürzten die Gäste in Gestalt von Laurin Vogt auf 2:1 und plötzlich wurde es noch einmal eng. Sogar Vincek stürmte mit nach vorne und ließ sein Tor verwaist, was die Bornheimer durch einen Konter fast zum 3:1 genutzt hätten. Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja resümierte: "Wir waren in der ersten Halbzeit nicht richtig dabei. Die Umstellung vom Training auf dem Kunstrasen zum Spiel auf Rasen war sichtbar. Leider haben wir statt einfach zu spielen kompliziert gespielt. In der zweiten Halbzeit war es ein komplett anderes Spiel. Der Anschlusstreffer kam für uns letztlich zu spät."

Die Statistik

FSV Frankfurt: Aulbach - Torre Howell, Sabah, Azaouagh, Pollasch, Bell Bell, Schick (63. Eshele), Plut (84. Namavizadeh), Huckle, Becker, Mangafic (71. Andacic) - Trainer: Alexander Conrad.
Eintracht Stadtallendorf: Vincek - Döringer (65. Solak), Vidakovics, Dinler, Vogt, Suero Fernandez, Baltic, Gaudermann, Williams, Arifi (79. Geljic), Zildzovic (46. Völk) - Trainer: Dragan Sicaja.

Schiedsrichter: Manuel Bergmann (Neu-Ulm).
Zuschauer: 1294.
Tore: 1:0 Leon Bell Bell (15.), 2:0 Kevin Vidakovics (82., Eigentor), 2:1 Laurin Vogt (90.) / pac

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