27.12.2018

Fünf Faktoren für fünf Ränge mehr

Gruppenliga: Dreier-SG und Farnung toppen eigene Prognosen

Geht auf der Außenbahn auch mit 20 Jahren schon voran: Der Schwarzbacher Kilian Farnung (rechts, hier gegen Eichenzells Daniel Kratz). Foto: Kevin Kremer

Bekanntermaßen gab es mit Ausnahme von Thalaus Coach Jörg Meinhardt im vergangenen Sommer nur wenige Menschen in der Region, die der SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach in deren zweiter Gruppenligasaison eine tragende Rolle zugetraut haben. Auch nicht Flügelflitzer Kilian Farnung. Der 20-Jährige hat jedoch im vergangenen Halbjahr, wie so viele seiner Mitspieler, den berühmten nächsten Schritt gemacht. Das Resultat: Rang zwei zur Winterpause.

Demut war noch vor dem ersten Saisonspiel in der Rhön angesagt: Bei der Dreier-SG im Allgemeinen, schließlich konnte die Mannschaft von Daniel Schirmer in der Spielzeit 2017/18 erst kurz vor Toresschluss den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen. Und auch bei Kilian Farnung im Speziellen, hatte der Youngster doch in der Rückrunde der Vorsaison mit einem Formtief zu kämpfen, dazu gesellten sich kleinere Blessuren und der Beginn des Studiums für Haupt- und Realschullehramt an der Uni Kassel. "Vor der neuen Runde sollte dann jeder aus der Mannschaft eine Zahl auf einen Zettel schreiben, nämlich den Rang, den wir am Ende der Saison gerne erreichen wollten", plaudert Farnung aus dem Nähkästchen. Seinerzeit, genauer gesagt im Juli, lautete die Eigenprognose im Schnitt Platz sieben.

Die eigenen Erwartungen übertrafen die Mannen vom Fuße von Schloss Bieberstein mal mehr als deutlich: Dank fast zwei Punkten im Schnitt darf Elters/Eckweisbach/Schwarzbach sogar auf den ganz großen Coup, die Aufstiegsrunde Ende Mai, hoffen. "Bisher lief es einfach nur überragend", erzählt Farnung stolz, der für das Hoch fünf Faktoren ausgemacht hat: "Mit Samuel Neubauer, Jonah Haas und Marcel Zehner haben wir uns im vergangenen Jahr perfekt verstärkt, wir sind als junge Mannschaft gereift und nicht mehr so blauäugig, verteidigen mittlerweile wesentlich besser, haben in David Möller endlich einen eiskalten Elfmeterschützen - und wissen einfach überragende Zuschauer hinter uns, die fast jedes Auswärtsspiel zu einem Heimspiel machen. Denen da draußen gebührt ein besonderer Dank."

Farnung selbst hat sich in der gereiften Rhöner Truppe wieder zum Stammspieler gemausert, verpasste nur eine von 19 Partien und spürt großes Vertrauen von Trainer Daniel Schirmer, das Selbstvertrauen gebracht hat. Ausgebildet bei der JSG Bieberstein, der JSG Nüsttal/Hofbieber/Dammersbach und dem JFV Viktoria Fulda und vom Stürmer mittlerweile zum Außenbahnspieler umgepolt, ist Farnung, gebürtiger Schwarzbacher, seit 2017 wieder in heimischen Gefilden aktiv. "Ich fühle mich pudelwohl hier, wäre selbst dann wieder zurückgekommen, wenn die SG vorigen Sommer in der Kreisoberliga geblieben wäre. Ein Wechsel kommt für mich derzeit in keiner Weise in Betracht."

Nun ist für Farnung nämlich gar die Verbandsliga vor der eigenen Haustür nicht mehr so weit weg, schließlich hat die Dreier-SG im Kampf um Platz zwei die beste Ausgangslage und schon beide Partien gegen die direkten Tabellennachbarn Bad Soden und Ehrenberg hinter sich. "Wichtig wird sein, dass wir im März konditionell voll auf der Höhe sind. Viele Partien in dieser Liga werden hintenraus entscheiden", weiß der mit sieben Toren hinter Moritz Reinhard (21) beste Schütze der Schirmer-Truppe. Reinhard steht weiterhin in engem Kontakt mit Regionalligist Kickers Offenbach, ein Wechsel des Anführers ins Rhein-Main-Gebiet steht weiter im Raum. Steht und fällt das Schicksal von Elters/Eckweisbach/Schwarzbach mit diesem Wechsel? Farnung bleibt ganz cool: "Erstens würden alle hier Moritz diesen Deal gönnen. Und zweitens haben wie Moritz auch alle anderen bei uns im Team nun einen Schritt nach vorne gemacht. Im Fall des Falles müssen wir einen Abgang von Moritz eben als Mannschaft auffangen. Das traue ich uns absolut zu."

Autor: Christian Halling

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