Inzidenz in Fulda über 100

Fußball spielen? Nur mit 3G!

Tino Weingarten
06. September 2021, 21:00 Uhr

Wollen der SV Steinbach II und alle anderen Vereine des Landkreises Fulda trainieren und spielen, müssen sie getestet, geimpft oder genesen sein. Foto: Bernd Vogt

Seit Tagen liegt die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Fulda über 100, am Montag bei 129,6. Deshalb greift seit Montag eine neue Allgemeinverfügung, die für den Fußball weitere Beschränkungen bereithält. Was gilt für Spieler und Zuschauer? An welche Einschränkungen müssen sich Vereine halten? Wir geben einen Überblick.

Bis vergangenen Sonntag galt noch: Spieler, Schiedsrichter, Trainer und Offizielle, die Zutritt zu den Umkleidekabinen wollten, mussten die 3G-Regel erfüllen. Das wird nun verschärft, denn ohne getestet, genesen oder geimpft zu sein, erfolgt kein Zutritt auf das Sportgelände. Spiel- und Trainingsbetrieb ist, ohne die 3G-Regel einzuhalten, tabu. „Bis zum 10. Oktober ist das noch einigermaßen machbar. Danach geht es allerdings nicht nur um den Stress, sich vor einem Training oder Spiel noch testen zu lassen, sondern es wird ein finanzieller Aufwand“, stellt Klaus Bodusch, stellvertretender Kreisfußballwart Fuldas, heraus. Denn ab dem 11. Oktober werden Corona-Tests in Testzentren kostenpflichtig. Wie teuer, ist derzeit noch unklar.

Wer am Mannschaftssport teilnehmen möchte, muss also eine Entscheidung treffen. Lasse ich mich nun doch impfen? Lasse ich mich regelmäßig testen, um trainieren und spielen zu können? Oder mache ich das eben nicht und stehe meiner Mannschaft möglicherweise in Spielen mal nicht zur Verfügung? „Dabei ist auch die Frage, wie die Mannschaften damit intern umgehen. Beispielsweise wenn sie nicht antreten können. Für die Vereine ist das ein sehr relevantes Thema, da es um die Existenz gehen kann“, betont Bodusch.

Beschränkung: 200 getestete Personen

Kamen Besucher seit der letzten Allgemeinverfügung auch ohne Einhaltung der 3G-Regel auf die meisten Sportplätze, wird sich das ab den kommenden Spielen ebenfalls ändern. Für Zuschauer gilt dann ebenfalls: Ohne getestet, geimpft oder genesen zu sein, erfolgt kein Zutritt. „Der Zugang wird dann verweigert. Die Vereine sind nun angehalten, das zu überprüfen“, sagt Bodusch. Im Außenbereich ist die Anzahl der Besucher auf 200 getestete Personen begrenzt. Die darüber hinausgehende Anzahl an geimpften und genesenen Personen ist unbegrenzt, wie Leoni Rehnert vom Landkreis Fulda bestätigt.

Entsprechend werden Zuschauer und Sportler in den nächsten Wochen ihre Impfausweise und Testnachweise bereithalten müssen. Ansonsten findet das Spiel ohne sie statt, Zuschauer dürfen dem Treiben ihres Vereins nicht zuschauen und bekommen am Eingang keinen Einlass gewährt. Die 100er-Inzidenz haben derzeit der Landkreis Fulda und der Main-Kinzig-Kreis überschritten. Für den Fußballbetrieb im Vogelsbergkreis sowie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gelten zuvor erwähnte Regelungen nicht, Zuschauer dort müssen ebenso nicht getestet, geimpft oder genesen sein, um auf das Sportgelände zu kommen. Außer, der gastgebende Verein besteht am Eingang darauf.

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