15.09.2019

Gadermann erneut Doppeltorschütze

Verbandsliga: Melsungen verteidigt nur

Luca Graf greift sich das Leder vor HSV-Stürmer Florian Münkel. Foto: Siggi Larbig

Business as usual: Gegen Schlusslicht Melsungen musste dem Hünfelder SV nicht eine Sekunde bange sein, dass die Punkte nicht auf der Rhönkampfbahn bleiben. 3:1 (2:0) hieß es am Ende, die Heimweste bleibt somit blütenweiß.

Melsungens Trainer Peter Wefringhaus machte das, was den HSV in dieser Saison schon öfter erwartet hatte – nur ein bisschen extremer: Vor Torwart Luca Graf reihten sich zwei Fünferketten auf, nur im eigenen Ballbesitz sollte Maximilian Kördel etwas höher stehen und so etwas artähnliches wie einen Stürmer mimen. Und so passierte es schon mal, dass bei einem langen Abschlag von Graf neben Kördel nur einer den Weg bis in Richtung Jonas Hosenfelds Gehäuse mitging: Schiedsrichter Christoph Rübe.

Regionalliga-Schiedsrichter Rübe hatte einen entsprechend ruhigen Nachmittag, genau wie die, die es mit dem HSV hielten. Hünfeld hatte in Halbzeit eins schwindelerregend hohe Ballanteile, setzte nach Ballverlusten sofort nach, sodass Melsungen oftmals den Ball entweder einfach ins Aus schoss oder aber sofort wieder herschenken musste. Doch mit dem sprichwörtlichen Bus, den Melsungen vor Graf parkte, tat sich Hünfeld schwer, Torchancen en masse zu kreieren. Genügend für zwei, drei Spiele waren es dennoch. Das Spiel wurde ob der destruktiven Spielweise allerdings zunehmend zäher, spätestens nach 50 Minuten verfiel auch der HSV in Lethargie, Kontrollverlust erlitt er deswegen nicht.

Dementsprechend war der Spaßfaktor auf der Tribüne gedämpft. "Fußball ist Ergebnissport", sagte Hünfelds Fußballchef Mario Rohde nach Abpfiff im Wissen, dass in den nächsten Wochen andere Gegner warten, die sich sicherlich am Spiel beteiligen wollen.

Ein Schuss, ein Tor

Wichtig war der relativ frühe Führungstreffer durch Florian Münkel, der nach einem Fernschuss von André Vogt, den Graf recht unbeholfen klatschen ließ, in Mittelstürmermanier abstaubte (14.). Das 2:0, das bereits als Entscheidung zu werten war, erzielte Aaron Gadermann bei seinem Startelfdebüt, weil er im Rückraum stehend die Übersicht behielt (41.). Dass Gadermann von der Sechserposition aus Torgefahr ausstrahlt, stellte er nach der Pause neuerlich unter Beweis, als er eine herrliche Kombination über Sebastian Alles und Marcel Dücker über die Linie drückte (72.).

Der Ehrentreffer durch Hendrik Schmidt resultierte aus einer lang nach vorne geschlagenen Standard, bei der sich niemand für den hochgewachsenen Kapitän zuständig zeigte. Der einzige Abschluss der Gäste auf Hosenfelds Gehäuse. Apropos Standards: Melsungen vertraute bei ruhenden Bällen des HSV komplett auf Raumdeckung. Mit Erfolg, denn trotz zahlreicher Ecken und Freistößen hatte Hünfeld fast keine ernsthafte Gelegenheit.

Die Statistik:

Hünfelder SV: Hosenfeld – Dücker, Häuser, Witzel, Vogt – Gadermann, Alles – Krieger (78. L. Budenz), Reith (60. Neidhardt), Fröhlich – Münkel (68. Kornagel).
Melsunger FV: Graf – Rading (46. Urban), Bijan, Maik Haas, Kurka, Marvin Haas – Frommann (72. Hruschka), Kilian (46. Müller), Schmidt, Koch – Kördel.
Schiedsrichter: Christoph Rübe (OSC Vellmar).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Florian Münkel (14.), 2:0 Aaron Gadermann (41.), 3:0 Aaron Gadermann (72.), 3:1 Hendrik Schmidt (75.).

Autor: Johannes Götze

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema