13.09.2019

Gajic: "Nicht zu emotional an die Sache gehen"

Gruppenliga: Hosenfeld und Petersberg wollen Mentalität zeigen

Christian Lehmann (rechts) und Noel Chieuteu Temgoua (links) peilen mit der Spvgg. Hosenfeld einen Derbysieg gegen Freiensteinau an. Foto: Oliver Müller

Zwei Partien rücken am neunten Spieltag der Gruppenliga in den Fokus. Zum einen empfängt die Spvgg. Hosenfeld als Tabellenführer das Schlusslicht SG Freiensteinau (Sonntag, 15 Uhr), während zeitgleich der RSV Petersberg und der TSV Künzell sich um den zweiten Saisonsieg streiten.

Hosenfelder Mentalität für dritten Derbysieg

Derbys liegen der Spvgg. Hosenfeld bislang. Gegen Großenlüder (2:1) und Müs (5:0) siegten die Rodoljub Gajic-Mannen, so dass gegen Freiensteinau erneut gejubelt werden soll. Doch Vorsicht ist geboten, denn in der Aufstiegssaison 2016/2017 trotzte die SGF der Sportvereinigung ein Remis und einen Sieg ab. Gajic selbst ist dies noch in bester Erinnerung: „Wir müssen deshalb vorsichtig zu Werke gehen. Es ist ein Derby, da spielen Emotionen eine Rolle. Es bringt jedoch nichts, wenn wir zu emotional an die Sache gehen. Wir müssen sachlich und nüchtern bleiben, einen kühlen Kopf bewahren und auf unsere fußballerische Aspekte achten. Fakt ist: Unsere Heimspiele wollen wir gewinnen.“ Den Gegner schätzt er vor allem defensiv stark ein, mit Sebastian Krieg habe die Breitenberger-Elf einen Defensivspezialisten, der bei eigenen Standards selbst immer wieder für Gefahr sorgt. „Zudem kommen sie über die Physis“, weiß der Übungsleiter.

Der Fußball, den sein Team gerade auf den Platz bringt, imponiert dem Trainer, wenngleich es in der Vorwoche gegen Petersberg eine 5:6-Schlappe hagelte: „So ein Spiel passiert wohl nur alle zehn Jahre. Es war ein Debakel. Damit hat niemand gerechnet. Wir haben das besprochen, wollten vielleicht zu viel an diesem Tag, so dass wenig funktionierte.“ Wichtiger sei es, dass Hosenfeld weiterhin ruhig agiert, strukturiert Fußball spielt und Woche für Woche die nötige Mentalität an den Tag legt. „Wir sind immer in der Lage, die nötigen Buden zu machen. Die Moral stimmt und wir steigern uns spielerisch immer weiter. Wichtig wird sein, dass wir künftig unsere Blackouts minimieren“, verrät Gajic.

Krawczyk: "Den Ball über den kompletten Platz jagen"

Glücklich und gelöst war derweil die Stimmung im Waidesgrund unter der Woche. Nach dem Spektakel gegen Hosenfeld war nicht nur RSV-Trainer Jürgen Krawczyk über den ersten Saisonsieg erleichtert, wobei der 66-Jährige und allgemein der gesamte Verein nicht mit einem Punktgewinn gerechnet hatten. „Entsprechend war die Stimmung schon nach Abpfiff. Die Spieler haben dadurch Selbstvertrauen getankt. Im Spiel kam natürlich diesmal alles zusammen, denn wir haben unsere Chancen exzellent genutzt und das nötige Glück war auf unserer Seite. Zuvor war dies ja nicht immer der Fall, denn so schlecht wie wir stehen, sind wir eigentlich nicht“, berichtet Krawczyk.

Im Derby gegen Künzell soll nun nachgelegt werden, doch der TSV wird das ebenfalls wollen, schließlich platzte auch bei den Pflanz-Mannen der Knoten in der Vorwoche. Ein Spiel auf Augenhöhe erwartet der RSV-Coach, das sicherlich seinen gewissen Reiz hat, obwohl der Vorletzte auf den Viertletzten trifft. Dabei kann Petersberg auf zwei wichtige Leute bauen, denn mit Marc Aschenbrücker und Adrian von Pazatka kehren zwei Säulen zurück ins Team. Allgemein betont Krawczyk, „dass wir und Künzell eine ähnliche Situation erleben. Wir haben einige Eckpfeiler verloren. Es dauert ein bisschen, bis sich alles wieder findet.“ Deshalb sollen momentan die Grundtugenden auf den Platz gebracht werden: „Ich möchte das nötige Engagement sehen, die richtige Einstellung zu den Zweikämpfen. Wir müssen den Ball über den kompletten Platz jagen“, fordert der Übungsleiter.

Überrascht Aulatal weiterhin?

Das tabellarische Spitzenspiel steigt unterdessen in Oberaula. Dort trifft am Sonntag (15 Uhr) die heimische SG Aulatal als Zweitplatzierter auf den Dritten Elters/Eckweisbach/Schwarzbach. Die Gäste unterlagen nach fünf Siegen zum Auftakt zuletzt zweimal. Bei der SGA hängen die Trauben für einen Dreier erneut hoch, sorgten die Veapi-Mannen bislang als Aufsteiger für gehörig Furore. Vier Siege aus den vergangenen fünf Begegnungen sprechen für ausreichend Qualität. In die Spitzengruppe möchte der FSV Thalau. Die Mannschaft von Trainer Matthias Wilde muss zu ungewohnter Uhrzeit (Sonntag, 12.30 Uhr) bei der Verbandsliga-Reserve des Hünfelder SV ran. Die musste bei der 0:4-Pleite am vergangenen Samstag arg ersatzgeschwächt antreten. Auf einen neuerlichen Einsatz von Abteilungsleiter Mario Rohde würde Trainer Johannes Helmke äußerst gerne verzichten.

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 17 Uhr
SG Eiterfeld/Leimbach – SV Müs
FT Fulda – SG Schlüchtern/Elm

Sonntag, 12.30 Uhr
Hünfelder SV II – FSV Thalau
15 Uhr
Spvgg. Hosenfeld – SG Freiensteinau
SG Bronnzell – SV Großenlüder
RSV Petersberg – TSV Künzell
SG Oberzell/Züntersbach – SG Kerzell
SG Aulatal – SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach

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