26.04.2019

Gauls Steinauer durchschreiten das Tal der Tränen

Kreisoberliga Süd: Mit dünner Personaldecke zum Highlightspiel

Mike Gaul (links) und Ilker Dapar brauchen noch ein paar Punkte für den Klassenerhalt. Foto: Ralf Hofacker

Die Kreisoberliga Süd kommt wohl mit dem breitesten Tabellenmittelfeld der hiesigen Spielklassen daher, Platz vier und zwölf trennen gerade einmal sieben Punkte. Ganz am Ende dieses Mittelfelds steht der FV Steinau, der den Blick vor dem Derby gegen Primus Kressenbach/Ulmbach (Sonntag, 15 Uhr) entsprechend nach unten richtet.

Sieben Zähler auf Rang vier, aber eben auch genauso viele auf einen möglichen Abstiegsrelegationsplatz - Steinaus Trainer Mike Gaul hat die Gefahr erkannt. "Wir sind noch nicht durch, sondern mittendrin", so der Übungsleiter, der auch angesichts des schweren Restprogramms - es geht gegen den Ersten, Zweiten und den Vierten, dazu stehen zwei Auswärtsspiele an - warnt.

Die Personaldecke des FV ist auch derart dünn, dass sich der Club gerade nur von Woche zu Woche hangelt. "Sieben, acht Stammspieler kann eigentlich keine Mannschaft ersetzen. Wenn einer wieder dazukommt, bricht gleich der nächste weg. Durch dieses Tal der Tränen müssen wir jetzt nun mal durch, dazu müssen wir aber auch unsere Fehler minimieren. Momentan bekommen wir es nicht auf die Kette", weiß der 52-Jährige.

Ausgerechnet jetzt kommt es zum Nachbarschaftsduell mit Kressenbach/Ulmbach, der als Erster um den Aufstieg kämpft. "Wenn wir einen guten Tag erwischen und der Gegner einen schlechten, ist ein Punkt drin", würde Gaul das 1:1 aus dem Hinspiel sofort unterstreichen. "Aber die Jungs freuen sich auf das Derby und werden alles geben. Wir dürfen jetzt bloß keine weichen Knie bekommen. Ich hoffe, dass wir bis zum letzten Spieltag in Mittelkalbach durch sind."

Prekär ist auch die Lage in Löschenrod, der Drittletzte hat 2019 nur zum Jahresauftakt gewonnen. Zwei Unentschieden und vier Niederlagen folgten, alle nur mit einem Tor Differenz. Ob es ausgerechnet gegen den Dritten Rückers zurück in die Erfolgsspur geht? Oft ging es zwischen beiden Teams zumindest eng zu, im Hinspiel entschied erst ein Tor spät in der Nachspielzeit die Partie zugunsten des Aufstiegsaspiranten.

Autor: Steffen Kollmann

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