29.05.2019

Geht Schwab mit dem Cup?

Kreispokalendspiele an den Künzeller Tannen

Gegen Barockstadt II hatte Johannesberg in der Liga zweimal das Nachsehen. Zum Ausstand von Cino Schwab (links) wartet nun die Erste der SGB. Foto: Charlie Rolff

Der große Kreispokal-Finaltag steigt in diesem Jahr wieder auf dem Sportgelände in Künzell. Bei den Herren wartet an Christi Himmelfahrt ein sehr attraktives Endspiel, bei den Damen soll ein neuer Modus für mehr Spannung sorgen.

Herren: SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – SG Johannesberg (14 Uhr)

Die ersten Mannschaften der beiden Stadtvereine begegnen sich im Finale das erste Mal überhaupt in einem Pflichtspiel, für die Barockstadt ist es nach den Siegen gegen Eichenzell und Neuhof das dritte Cupduell in Serie mit einem Verbandsligisten. Zehn Tage hatten die Fuldaer Pause gehabt, sodass die Möglichkeit bestand, Wehwehchen auszukurieren. Einen Spannungsabfall hat Coach Sedat Gören trotz der längeren Auszeit nicht ausgemacht: „Wir haben den Ansporn zu gewinnen und gut gearbeitet in den Einheiten. Unser Ziel ist es ganz klar, dass wir uns für den Hessenpokal qualifizieren, was ja nur für den Sieger gilt. Johannesberg wird es uns aber nicht einfach machen“, weiß Gören, für den es das erste Pokalfinale als Trainer ist. Bis auf den frisch vermählten Benjamin Fuß (Knöchel), den ebenfalls angeschlagenen Christopher Bieber sowie den gesperrten Dennis Müller hat der SGB-Trainer alle Mann an Bord und wird auch definitiv mit der ersten Garde spielen lassen.

Auch die Johannesberger sind heiß auf das Endspiel, es gibt vor dem großen Duell an den Tannen keinen Ausfall zu beklagen, zudem berichtet Routinier Cino Schwab von einer sehr guten Trainingsbeteiligung in den vergangenen zwei Wochen. „Es hat richtig Spaß gemacht, vielleicht auch deshalb, weil wir in der Liga nicht mehr unter dem riesigen Druck standen.“ Für Schwab ist das Pokalfinale das letzte große Highlight in seiner Laufbahn in Osthessen, den 31-Jährigen, der auf viele frühere Weggefährten aus Lehnerz und Fulda trifft, verschlägt es beruflich nach Göttingen. „Ich hätte gerne weiter in der Region gekickt, aber der Aufwand ist einfach enorm. Mal schauen, wo ich in der Kasseler Ecke unterkomme“, so Schwab zu seiner Zukunft. Kontakt habe es bislang aber nur mit Ligakonkurrent Sandershausen gegeben, dort spielt der Bruder von Schwabs Lebensgefährtin.

Der Mittelfeldmann, der in den vergangenen Partien meist im Sturm angefangen und dabei nicht die schlechteste Figur gemacht hat, sieht seine Johannesberger als klaren Underdog: „Barockstadt ist die Nummer eins der Region – und gegen uns werden sie sich voll reinhängen. Aber eine ganz kleine Chance auf den Coup sehe ich trotzdem.“ Entthront wird jedenfalls der SV Flieden, der im Vorjahr mit 4:1 gegen Neuhof die Oberhand behalten hatte.

Frauen

Im Damenwettbewerb wollte Pokalspielleiter Gerhard Wiegand nach viel zu vielen Absagen in den vergangenen Jahren eigentlich ein „Final four“ mit Halbfinals und Endspielen über je einmal 45 Minuten auf den Weg bringen. Doch weil Poppenhausen aufgrund der anstehenden Verbandsliga-Aufstiegsrunde kurzfristig abgesagt hat, wird daraus auch nichts. Pilgerzell ist somit automatisch im Finale, um 13.10 Uhr wird in der Neuauflage des Vorjahresfinales der beiden Hessenligisten zwischen Lütter und Titelverteidiger Gläserzell der zweite Finalist ermittelt wird. Zwischen Halbfinale und Endspiel ist das Herren-Endspiel eingebettet, ab 16 Uhr steigt das Damen-Endspiel, das den Pokaltag abrundet.

Alte Herren: SV Hofbieber - SG Kerzell/Löschenrod (11.30 Uhr):

Wie schon im Vorjahr haben es die „Oldies“ der SG Kerzell/Löschenrod ins Endspiel geschafft. 2018 gewann die Truppe um Hermania-Vorstand Stefan Müller die Trophäe gegen Lütter, die Grün-Weißen hatte die Spielgemeinschaft diesmal schon in der ersten Runde eliminiert. Endspielgegner in diesem Jahr ist der SV Hofbieber um Michael Stappen oder Carlo Sauerbier, der das Halbfinale gegen Horas /Niesig vor wenigen Wochen gewonnen hatte.

Autor: Christian Halling

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