08.06.2018

Gibt es die ganz große Dramatik wie vor einem Jahr?

Relegation zur KOL Mitte: Neuauflage zwischen SGS und RSV

Als die Mannschaften von Simmershausen (blau-schwarz) und Margretenhaun (weiß) vor einem Jahr einliefen, wussten sie nicht, welch dramatische 90 Minuten folgen würden. Archivfoto: Ralph Kraus

Ausgerechnet die SG Simmershausen und der RSV Margretenhaun treffen sich am Freitagabend (19 Uhr) zum finalen Relegations-Spiel zur Kreisoberliga Mitte. Warum 'ausgerechnet'? Weil vor ziemlich genau einem Jahr schon einmal ein Endspiel zwischen beiden Mannschaften stattfand, das an Dramatik nicht zu überbieten war.

Am letzten Spieltag der A-Liga-Rhön-Saison trafen sich die SGS und der RSV im entscheidenden Spiel um die Meisterschaft. Margretenhaun hätte dafür ein Unentschieden gereicht. Bis zur 78. Minute führte die Truppe von Roberto Posa sogar, dann glich Simmershausen aus. In der Schlussminute erzielte Cedric Pape trotz Unterzahl das 3:2 für die SGS, der RSV hatte anschließend noch Pech mit einem Lattentreffer. Simmershausen stieg auf, Margretenhaun scheiterte in der Relegation. Keine Frage, dass dieses Spiel auf Seiten des letztjährigen Meisters ein gern geführtes Gesprächsthema in den letzten Tagen war.

Jetzt treffen sich beide Teams wieder, und erneut darf am Ende nur ein Verein - wenn überhaupt - die Kreisoberliga-Zugehörigkeit feiern. "Durch Schlitzerland und Thalau haben wir noch eine Chance", sagte RSV-Kapitän Dominik Hintze unmittelbar nach der 0:1-Niederlage gegen Vogelsberg. Die FSG, die im dritten Spiel spielfrei ist, kann von Margretenhaun nicht mehr abgefangen werden. Die Posa-Elf hofft aber auf einen Schlitzerländer Aufstieg in die Gruppenliga. Dann würde dem RSV Platz zwei in der Dreierrunde, der mit einem Sieg erreicht wird, reichen. "Deshalb werden wir noch einmal alles reinhauen, um zu gewinnen", so Hintze.

Selbstredend wird das auch Simmershausen tun, der Mannschaft von Werner Menz reicht nach dem 2:2 in Vogelsberg ein Punkt zu Rang zwei, ein Sieg, der höher als 1:0 ausfällt, sichert automatisch den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage wäre die SGS aber abgestiegen. "Bei uns kommt wirklich der Spruch 'Totgesagte leben länger' zum Tragen. Wir waren quasi schon abgestiegen, können jetzt aber mit einem einzigen Spiel unsere ganze Saison retten", so Coach Menz. "Margretenhaun hat eine sehr starke Truppe, bei so einer Partie entscheiden Tagesform und Wille. Jeder bei uns brennt auf das Spiel", betont Menz, der noch um die angeschlagenen Andreas Kirst und Cedric Pape bangt. Moritz Zentgraf wird mit Oberschenkelproblemen sicher fehlen.

Autor: Steffen Kollmann

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