16.03.2019

Buchonia bleibt Debakel erspart

Hessenliga: Radic freut sich über Nullnummer in Hälfte zwei

Während Michael Fink (rechts) mit Cem Kara das Gießener 3:1 bejubelt, weiß Fliedens Kapitän Andreas Drews, dass es im Waldstadion nicht viel zu erben gibt. Foto: Christian Halling

Acht Minuten lang durfte der SV Buchonia Flieden darauf hoffen, auch im sechsten Spiel in Serie wichtige Punkte im Abstiegskampf einheimsen zu können. In den anderen 82 Minuten war klar, dass auch die Elf von Zlatko Radic im Gießener Waldstadion keine Ansprüche würde anmelden können. Immerhin freute sich Fliedens Trainer nach dem 1:4 (1:4) beim Hessenligaprimus FC Gießen über eine Nullnummer im zweiten Durchgang.

Die acht Minuten des Hoffens für Flieden setzen sich aus den ersten zwei Spielminuten zusammen, in denen Buchonia noch das 0:0 halten konnte, ehe Cem Kara im Zentrum viel zu viel Platz gewährt wurde und der Gießener Torreigen begann. Und dann durfte die Buchonia noch einmal nach einer guten halben Stunde für weitere sechs Minuten am Punkt schnuppern, als André Leibold nach einer Ecke von Fabian Schaub per Kopf zur Stelle war und auf 1:2 verkürzen konnte (29.). Wenig später jedoch hatte Gießen durch Karas zweiten Streich wieder den alten Abstand hergestellt (35.).

Standards kann Flieden einfach, doch das reichte nicht, um die Kreise des Spitzenreiters einzuengen. Mit zahlreichen Doppelpässen auf engstem Raum, cleverer Spielverlagerung und gezieltem Spiel in die Tiefe kam die Mannschaft von Daniyel Cimen insbesondere vor der Pause zu massenhaft Möglichkeiten, um noch mehr als vier Treffer zu erzielen. Flieden hingegen agierte in weiten Teilen zu passiv und ängstlich, gerade Timo Cecen oder Cem Kara hatten viel zu viel Raum zum Dribbeln. Das 4:1 zum Pausentee war völlig berechtigt.

"Wir wussten, dass Gießen von Anfang an Druck entfalten würde. Leider waren wir diesem nicht gewachsen", haderte Radic mit den frühen ersten beiden Gegentreffern, "wenngleich Gießen eine unfassbare Qualität hat." Umso zufriedener war der Buchonen-Coach mit Durchgang zwei, in dem der FCG in Anbetracht des Hessenpokal-Halbfinals am Dienstag gegen Baunatal etwas vom Gaspedal ging, die Fliedener aber auch im Zentrum viel besser standen. "So haben wir es geschafft, ein 0:0 gegen einen künftigen Regionalligisten im zweiten Durchgang zu holen. Das müssen wir als Auftrieb nehmen", forderte Radic.

"Ich habe später bewusst Markus Müller gebracht, weil wir mehr über Außen spielen und Müller und Marceta mit Flanken füttern wollten. Letztlich haben wir da zu oft die falschen Entscheidungen im letzten Drittel getroffen, aber ich möchte den Jungs da auch nicht zu viele Vorwürfe machen", erklärte derweil Gießen-Coach Daniyel Cimen diplomatisch. Schwer vorstellbar, dass irgendeiner seine Mannschaft in dieser Saison noch daran hindern kann, den souveränen Hessenligatitel einzufahren.

Die Statistik:

FC Gießen: Löhe - Antonaci, Schadeberg, Nennhuber, Markovic - Fink - Cecen, Kara (46. Koyuncu), Hofmann, Solak - Marceta.
SV Buchonia Flieden: L. Hohmann - Leibold, Bartel, N. Hohmann - Hack (85. Rehm), Gaul (72. Götze), Bohl, Drews (90. Kreß), Röhrig - Hagemann, Schaub.
Schiedsrichter: Christoph Rübe (Kassel). Zuschauer: 721. Tore: 1:0 Cem Kara (2.), 2:0 Damjan Marceta (15.), 2:1 André Leibold (29.), 3:1 Cem Kara (35.), 4:1 Damjan Marceta (42.).

Autor: Christian Halling

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