09.10.2019

Gören hofft auf „geilen Fight“

Hessenpokal-Achtelfinale heute Abend um 19 Uhr im Stadion

Kevin Hillmann (rechts) und die SG Barockstadt treffen heute erneut auf den FSV Frankfurt (in weiß). Anfang das Jahres entschied der Regionalligist einen Test mit 3:1 für sich. Foto: Charlie Rolff

„Spot an!“, heißt es heute Abend im Stadion der Stadt Fulda, wenn Hessenligist SG Barockstadt auf Regionalligist FSV Frankfurt trifft. Nach dem ersten Dämpfer in der Liga möchte die Gören-Elf im Hessenpokal-Achtelfinale einen Kampf liefern.

„Für die Region ist ein solches Spiel mit Sicherheit schön“, meint Coach Sedat Gören, der jedoch genau so sehr seinen Spielern diese Partie gönnt: „Es ist ein geiles Gefühl für die Jungs, wenn das Flutlicht an ist. Jeder kann sehen, wie weit er persönlich ist, denn Frankfurt wird uns voll fordern. Jetzt müssen wir nur noch einen geilen Fight liefern.“ Doch von zu viel Übermut hält der 48-Jährige nichts, vielmehr müsse die Barockstadt ruhig und sachlich an die Sache gehen, „denn ansonsten spielen wir denen nur in die Karten.“

Die Liga sei zwar für den Trainer „klipp und klar“ wichtiger, doch herschenken wird die SGB die Begegnung sicherlich nicht. „Dann hätten wir uns die strapazierende Fahrt vor ein paar Wochen nach Willingen sparen können“, weiß Gören. Der FSV ist nämlich der dickste Brocken auf dem Weg ins Endspiel am 23. Mai 2020. Im Viertelfinale würde mit Gruppenligist SG Waldsolms ein machbares Los warten, ehe im Halbfinale mit Stadtallendorf und Ginsheim (beide Hessenliga) sowie Juno Burg und Pars Neu-Isenburg (beide Gruppenliga) keine „Übergegner“ anstehen. „Wir wollten ja einen guten Gegner und nun haben wir ihn. Frankfurt ist der Favorit, wir möchten jedoch ordentlich Paroli bieten und mit viel Dynamik dagegenhalten. Man weiß nie, wie sich ein Spiel entwickelt“, so Gören. Der Regionalligist sei zwar in der Zweikampfführung, der Robustheit oder im Tempo viel weiter als seine Mannschaft, doch daraus können seine Akteure schließlich lernen. „Vielleicht entsteht bei einigen von uns eine andere Denkweise“, sagt der Übungsleiter, der möglicherweise seine Taktik mehr auf das Umschaltspiel ausrichten wird.

„Das soll allerdings nicht heißen, dass wir uns nur aufs Kontern verlegen. Klar haben wir Jungs dabei, die ihre Schnelligkeit besser ausnutzen können, wenn sie mehr Raum vor sich haben. Wir schauen mal, was Frankfurt uns anbietet. Qualität haben wir ausreichend“, frohlockt der 48-Jährige. Die große Rotationsmaschine wird derweil wohl nicht angeworfen. In den beiden kräftezehrenden Partien am vergangenen Donnerstag (in Eddersheim) und Samstag (in Dreieich) ließ Gören seine Startelf unverändert. „Unser Kader ist durch ein paar Blessuren nicht der allergrößte. Bei der Niederlage in Dreieich haben uns die mentale Frische und Kleinigkeiten in der Offensive gefehlt. Wenn der Anschlusstreffer eher fällt, wäre mehr drin gewesen“, so der Trainer. Mit Julian Pecks und Keeper Benedikt Kaiser fehlen zwei Akteure bereits länger, Yves Böttler hingegen fehlt berufsbedingt in dieser Woche. Ob Goalgetter Dominik Rummel heute mitwirken kann, entscheidet sich erst im Laufe des Tages. Bereits im Februar diesen Jahres standen sich beide Teams in einem Testspiel gegenüber, welches der FSV mit 3:1 für sich entschied.

Autor: Tobias Konrad

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