14.03.2019

Gören: "Könnten eine sehr gute Ausgangslage haben"

Hessenliga: Verlorene Punkte gegen Ederbergland tun Barockstadt weh

Ist der Kapitän an Bord? Hinter dem Einsatz von Patrick Schaaf (links, hier im Hinspiel gegen Ginsheims Nils Fischer) steht noch ein Fragezeichen. Archivfoto: Kevin Kremer

Dass die SG Barockstadt seit dem Amtsantritt von Sedat Gören wie eine Spitzenmannschaft auftritt, wurde jüngst beim 3:0 gegen den Zweiten Alzenau offenbar. Um tabellarisch weiter zu klettern, muss am Sonntag (15 Uhr) in Ginsheim erneut gepunktet werden.

Keine Frage, 25 Punkte in 12 Spielen seit Görens Amtsübernahme können sich sehen lassen. Doch der 47-Jährige trauert noch immer den fünf verlorenen Zählern gegen Ederbergland nach. „Darüber ärgere ich mich immer noch, oft ist es dabei egal, was ich gerade mache. Mit fünf Punkten mehr hätten wir eine sehr gute Ausgangsposition“, sagt der Trainer, dessen Elf aber auch so noch von Rang zwei und den Aufstiegsspielen träumen darf.

„Wir haben jetzt die Möglichkeit, noch etwas zu erreichen. Aber es liegt nicht in unserer Hand. Acht Punkte Rückstand auf Alzenau sind schon enorm, dazu hat Hessen Kassel noch sehr viele Heimspiele“, sagt Gören. Umso wichtiger ist also, dass Barockstadt die eigenen Aufgaben erledigt. Dass der Auftritt in Ginsheim kein Selbstläufer ist, wird nicht nur anhand des kuriosen 4:4 im Hinspiel deutlich. Zum Restrundenstart besiegte der VfB Primus Gießen. „An einem guten Tag kann diese Mannschaft jedem wehtun. Da müssen wir höllisch aufpassen, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen“, warnt Gören.

Die gewonnene Stabilität soll erneut sichtbar werden, bei den zwei Zu-Null-Spielen zuletzt machte sich die Rückkehr der Auslandsstudenten Sebastian Sonnenberger und Julian Pecks bemerkbar. Offensiv hat der Coach weiter die Qual der Wahl, auch wenn der beste Torjäger Leon Pomnitz sowie David Wollny und Marcel Trägler zuletzt fehlten.

„Wenn man Spiele gewinnt, kristallisiert sich eine erste Elf zwangsläufig immer mehr heraus. Wir geben allen eine faire Chance und entscheiden auch nach Trainingsleistungen und der Ausrichtung des Gegners“, verrät Gören, der zuletzt auch den besten Torschützen der Reserve, Jan-Henrik Wolf, oben mittrainieren ließ und zudem weitere Akteure aus der Zweiten und der A-Jugend auf dem Schirm hat. Hinter dem Einsatz von Kapitän Patrick Schaaf, der aus dem Alzenau-Spiel einen dicken Knöchel davongetragen hat, steht noch ein kleines Fragezeichen.

Autor: Steffen Kollmann

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