06.06.2018

Gundhelm/Hutten genügt ein Remis zum Aufstieg

Drittes und letztes Spiel in der KOL-Süd-Relegation

In Weyhers (rechts Sebastian Paul) traf Benedikt Kress (links) nicht. Schießt der A-Liga-Torschützenkönig heute in seinem letzten Spiel für die SG sein Team nach oben? Foto: Charlie Rolff

Nach dem Aufstieg der SG Oberzell/Züntersbach in die Gruppenliga und dem Abstieg des SV Herolz in die A-Liga sind nur noch fünf Mannschaften aus dem Fußballkreis Schlüchtern in der Kreisoberliga Süd verblieben. Macht die SG Gundhelm/Hutten heute (19 Uhr, in Hutten) im Spiel gegen die SG Johannesberg II das halbe Dutzend wieder voll? Ein Unentschieden würde dafür genügen, weil bei gleicher Tordifferenz die mehr erzielten Tore den Ausschlag gäben.

„Noch haben wir nichts erreicht, es bringt auch nichts, auf ein Unentschieden zu spielen und damit zu spekulieren, denn eine solche Taktik geht meistens schief“, bremst Spielertrainer Daniel Stolberg zunächst allzu großen Optimismus oder gar Euphorie. Von dieser gefangen waren nachvollziehbar die Spieler Gundhelm/Huttens nach dem 4:3-Sieg in Weyhers trotz eines 1:3-Rückstandes. „Das ist unser Heimspiel, das lassen wir uns nicht mehr nehmen“, tönte es nach Spielschluss aus dem Kreis der Sieger.

94 Treffer erzielte die Johannesberger Verbandsliga-Reserve in der A-Liga Fulda, 145 die SG Gundhelm/Hutten in der A-Liga Schlüchtern. Ein Indiz für ähnlich viele Tore wie beim 4:3-Sieg in Weyhers? Sollte es gelingen, die Wirkung des Johannesberger Spielertrainers Paul Brylski zu kontrollieren, wäre das ein erster Schritt Richtung Kreisoberliga. Hierzu einen wichtigen Beitrag leisten könnte Torschützenkönig Benedikt Kress, der sich beim Spiel in Weyhers vornehm zurückhielt, sein Team nun aber vor dem Wechsel zum Gruppenligisten SG Bad Soden fünf Jahre nach dem Abstieg wieder zurück in die KOL Süd schießen könnte.

Beim kuriosen 4:3-Sieg war derweil auch Johannesbergs Spielertrainer Paul Brylski vor Ort: "Sie waren wie erwartet offensivstark, haben aber auch Schwächen offenbart. Diese Mannschaft muss man 90 Minuten im Blick haben, sie ist nicht umsonst nach einem 1:3 noch zurückgekommen", so der letztjährige Aufstiegskapitän der ersten Mannschaft.

Durch das Endergebnis des vergangenen Samstags sowie des eigenen 2:1-Erfolgs gegen Weyhers ("Die Jungs haben nach einer nervösen ersten Halbzeit eine sehr starke Moral gezeigt") braucht die SGJ einen Sieg, um sicher aufzusteigen. "In so einer Relegation spielst du aber sowieso auf Sieg. Wir werden nicht drauf aus sein, auf 1:0 zu spielen, nur weil uns ein 1:0 reichen würde", betont Brylski, der wieder auf einen kompletten Kader zurückgreifen kann. koll/osl

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