11.03.2018

Hampl beim Comeback der auffälligste Spieler

KOL Mitte: Braun trifft im Verfolgerduell doppelt - Fotos

Grund zum Jubeln für die SG Schlitzerland. Foto: Charlie Rolff

Im Kampf um die Relegation erlitt die FSG Dipperz/Dirlos einen Rückschlag. Die SG Schlitzerland hingegen stellte unter Beweis, dass mit ihr zu rechnen ist. Jannik Braun wurde beim 2:0 (1:0)-Auswärtssieg zum Matchwinner.

Und so freute sich Schlitzerland-Coach Simon Grosch diebisch darüber, dass seine taktische Umstellung aufgegangen war: „Normalerweise spielt Jannik auf der Sechs und Hendrik Bachmann im Sturm. Heute haben sie die Rollen getauscht und beide eine starke Leistung gebracht.“

Braun sorgte bereits in der 8. Minute für den ersten Dämpfer bei den Gastgebern, als er aus 18 Metern einfach mal abzog und der Ball zum 0:1 im kurzen Eck landete. Fünf Minuten vor dem Ende schob er eine Hereingabe von Marius Hampl völlig freistehend zum 0:2 über die Linie – die endgültige Entscheidung.

Kein Zweifel: Der Gruppenliga-Absteiger verließ den Platz vor der ansehnlichen Kulisse von 300 Zuschauern verdient als Sieger. Groschs Schützlinge wirkten präsenter, gewannen das Gros der Zweikämpfe und zeigten sich erstaunlich gut im Rhythmus – fast so, als hätte es überhaupt keine Winterpause gegeben. „Dafür, dass unsere Vorbereitung nicht gut gelaufen ist, können wir mit der Leistung sehr zufrieden sein. Aber es war erst ein Spiel“, warnte Grosch vor übertriebenem Optimismus.

Wenn es denn einen Grund zur Kritik gab, dann der, dass sein Team den Sack viel früher hätte zumachen können. Den überragenden Marius Hampl , der nach seinem Auslandsaufendhalt in Polen sein Comeback feierte, bekam die FSG nie in Griff,nur mit dem Toreschießen hatte es der Ex-Hünfelder nicht so und vergab in Halbzeit zwei ganz klare Gelegenheiten, als er Keeper Lukas Stüss bereits ausgespielt hatte, den Ball aber dennoch nicht im Kasten unterbrachte (50., 55.). Zudem hätte es auch zwei Elfmeter für die Burgenstädter geben können: Bei einer Flanke Hampls (24.) war im Strafraum der Arm von FSG-Spielertrainer Alexander Lembcke am Ball, zudem war ein Tackling im Sechzehner gegen Hampl nach dem Wechsel alles andere als astrein.

Lembcke erkannte die Überlegenheit der Gäste an: „Wir haben es probiert, aber man muss auch mal sehen, gegen wen wir heute gespielt haben. Am Ende war es vielleicht auch eine Qualitätsfrage.“ Wer weiß, was passiert wäre, wenn Felix Gutberlet direkt nach Wiederanpfiff seine dicke Chance genutzt und den Ball nicht stattdessen übers Tor gesetzt hätte. Das 1:1 war da möglich, aber das war schon fast die einzige verheißungsvole Szene. Dipperz/Dirlos traf im Offensivspiel zu selten die richtigen Entscheidungen und kam gegen aufmerksame Schlitzerländer zumeist auch einen Schritt zu spät. / hw

Die Statistik:

FSG Dipperz Dirlos: L. Stüß – Burkhardt, Lembcke, Klee, F. Stüß – Bernhard, T. Beier, Lörcher, Mäurer – Rosada, Gutberlet. – M. Beier, Wagner, Brauer.
SG Schlitzerland: Schwarz – Jörg, D. Wahl, Kurz, Eckhardt – Suppes, Bachmann, Hahn, T. Wahl – Hampl, Braun. – F. Wahl, Muhl.
Schiedsrichter: Levin Vorndran (Sondernau).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Jannik Braun (8.), 0:2 Jannik Braun (85.).

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