01.06.2016

Heiko Rützel in der Pflicht

Schafft das Dreigestirn den Dreifach-Aufstieg?

Heiko Rützel und seine Kerzeller wollen ohne Druck in die Aufstiegsspiele zur Gruppenliga gehen.

Heiko Rützel (Libero), Alexander Lembcke (zentrales Mittelfeld) und Boris Aschenbrücker (Mittelstürmer) bildeten einst die erfolgreiche Achse beim RSV Petersberg, die sich schnell den Beinamen „Dreigestirn“ verdiente. Nun haben Lembcke (Spielertrainer Dipperz/Dirlos) und Aschenbrücker (immer noch Mittelstürmer Petersbergs) als Meister vorgelegt, Rützel ist vor den anstehenden Aufstiegsspielen zur Gruppenliga mit Kerzell also schon ein wenig in der Pflicht.

Neben Kerzell (Süd) sind auch die zwei weiteren KOL-Vizemeister Aulatal (Nord) und Müs (Mitte) dabei. Startschuss ist heute (19 Uhr) in Kerzell, wenn Germania Müs an der Mühlenstraße gastiert. „Wir gehen vollkommen ohne Druck in die Spiele. Ich habe schon öfters gesagt, dass die SG Helvetia in der KOL sehr gut aufgehoben ist. Falls es nicht klappt, ist das deswegen kein Beinbruch. Falls doch, wollen wir den Aufstieg natürlich gerne mitnehmen“, will Rützel jeglichen Druck von der Mannschaft nehmen und verweist auch darauf, dass die Vizemeisterschaft als großer Erfolg einzustufen sei, schließlich habe man in der Winterpause gar nicht mehr damit rechnen können, noch einmal ins Titelrennen einzugreifen.

Von den Gegnern, so ehrlich ist Rützel, weiß er nicht allzu viel - selbst das Spiel der Müser in Lahrbach am vergangenen Freitag, bei dem er Zaungast gewesen war, hilft nur bedingt: „Das ist dort ein ganz anderer Platz, außerdem hat Marc Friedel nicht gespielt und er ist schon ein entscheidender Faktor.“ Rützel, der Trainer in Eichenzell wird, will nun noch ein paar Telefonate mit befreundeten Trainern aus der KOL Mitte führen, Anlaufpunkte seien da in erster Linie Romeo Andrijasevic und Lars Hohmann. Hinter den Einsätzen von Stephan Depta und Sebastian Heiner stehen noch Fragezeichen.

Beim Gegner hat sich die personelle Situation, die vor wenigen Wochen noch fast aussichtslos erschien, merklich gebessert. Christopher Erb, Julian Keller, Marius Helmer und die Steube-Brüder André und Fabio sind pünktlich zu den Saisonhighlights fit. Auch Friedel wird wieder spielen können, die Oberschenkelzerrung war schon beim Sonntagstraining nicht mehr zu spüren. Fehlen werden „nur“ Cihan Yildirim und Yannik Claus.

Für Friedel ist der zweite Platz die gefühlte Meisterschaft, „weil Borussia Fulda II in der Besetzung eigentlich außer Konkurrenz gespielt hat. Da stand der Meister schon vor der Saison fest“. Dass seine Mannen den großen Rückstand auf Rang zwei nach der Winterpause noch wettmachen konnte, nötigt ihm derweil Respekt ab, schließlich habe die Mannschaft dafür schon in der Vorbereitung alle Grundlagen gelegt. Er verhehlt allerdings auch nicht, dass dies in der Hinrunde nicht so gewesen sei.

Autor: Johannes Götze

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