01.05.2018

Henning tritt ersten Trainerjob in Kirchhasel an

A-Liga: Novize beerbt Marcel Schmitt

Kirchhasels Vorstand Sebastian Ruschke präsentiert seinen neuen Trainer Mario Henning. Foto: Johannes Götze

Der SV Germania Kirchhasel wird seiner Linie der vergangen Jahre untreu und verpflichtet mit Mario Henning einen Trainernovizen, der Marcel Schmitt beim A-Ligisten beerben wird. Doch Vorstand Sebastian Ruschke ist überzeugt, dass der 27-Jährige die nächsten Jahre prägen kann.

Mit Bernhard Göbel, Holger Gimpel, Klaus Wagner, Mario Rohde und Marcel Schmitt hatten seit 1993 nur fünf verschiedene Trainer das Sagen. Alle hatten eines gemein: Sie waren Spielertrainer, aber mit reichlich Erfahrung gesegnet. Ab August soll nun ein Jungspund das Amt bekleiden, aus guten Gründen. „Für uns ist es wichtig, dass wir einen Spielertrainer auf dem Platz stehen haben, der die vielen jungen Spieler führt“, sagt Ruscke und glaubt mit dem gebürtigen Burghauner, der auch für Hünfeld und Wölf spielte, den richtigen Kandidaten gefunden zu haben, „weil er für ‚Brust raus‘ am Feld einsteht und auch abseits zu unserem Verein passt“. Die Germanen bräuchten keine Spinner, vielmehr jemanden, der sich mit dem Verein identifizieren kann – so wie es auch bei den aufgeführten Vorgängern der Fall gewesen ist.

„Ich glaube, ich weiß wie das Dorf tickt“, sagt Henning, der noch beim Ligakonkurrenten Wölf aktiv ist und nicht nur deswegen eine ganze Reihe Spieler persönlich kennt. Der Schritt hin zum Trainer hatte Henning im Kopf, ließ ihn aber nicht zum Zwang verkommen. Dennoch kam der Anruf Ruschkes wie gerufen, „zumal die Gespräche von Anfang an total offen waren und wir ähnliche Philosophien und Vorstellungen vertreten“, sagt Henning, der diese auch ausführen kann: „Die Mannschaft besitzt A-Liga-Format, das ist die richtige Liga für uns und in der wollen wir den Zuschauern mit schnellem Offensivfußball gerade in den Heimspielen Fußballfeste liefern“.

Henning ist daher froh, dass die Mannschaft in Gänze zusammenbleiben wird. Gerade über die Zusage des Winterneuzugangs Daniel Scholz, den Noch-Trainer Schmitt aus alter Verbundenheit nach Kirchhasel locken konnte, freuen sich beide besonders. So habe Scholz einen erheblichen Anteil an dem bisher nahezu perfekten Jahr, indem sich die Germanen den Abstiegssorgen weitgehend entledigen konnten. „Wir wollen unbedingt vermeiden, dass wir im nächsten Jahr zum 100-Jährigen als B-Ligist ins Festzelt einmarschieren müssen“, verdeutlicht Ruschke. Und bleibt es bei A-Liga, gibt sich der Verein auch keinerlei Illusionen hin: „Wir müssen nicht von Höherem reden, wir sind in der Liga genau richtig, und mit Mario haben wir einen Typen gefunden, der hier die nächsten Jahre prägen könnte.“ Denn, das unterstreicht Ruschke, die Germania wolle so lange wie möglich eigenständig bleiben.

Autor: Johannes Götze

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