08.10.2019

Hessen Kassel entlässt Trainer Hirsch

Hessenliga: Löwen ziehen nach schwachem Start die Reißleine

Die Fans des KSV Hessen Kassel (hier in Flieden) wendeten sich zuletzt vom Verein ab. Nun zog der Club die Reißleine. Foto: Kevin Kremer

Der KSV Hessen Kassel hat sich von seinem Trainer Dietmar Hirsch getrennt. Nach schwachem Saisonstart und der jüngsten 1:2-Niederlage gegen Eddersheim hat der Hessenligist die Reißleine gezogen.

Was die HNA bereits gestern auf ihrer Internet-Präsenz berichtete, ist nun offiziell. In einer Sitzung am Dienstagabend haben sich Vorstand und Aufsichtsrat auf die Freistellung des Trainers verständigt.

„Die Zielsetzung zu Saisonbeginn war klar auf den Aufstieg in die Regionalliga ausgelegt. Wir müssen aktuell jedoch eine deutliche Zielabweichung feststellen und nun entsprechende Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt ziehen“, kommentiert KSV-Vorstand Jens Rose. Als weitere Gründe zählt Aufsichtsratsvorsitzender Enrico Gaede das Ausscheiden im Hessenpokal, sowie die schwankenden Leistungen in der Hessenliga auf.

Der bisherige Co-Trainer Tobias wird das Amt des Cheftrainers von Hirsch übernehmen und dabei vom bisherigen Co-Trainer der zweiten Mannschaft des KSV Hessen, Sebastian Busch, unterstützt. „Tobias Damm und Sebastian Busch haben diesen Herbst ihre Trainerausbildung erfolgreich abgeschlossen. Tobias Damm steht für uns für die Ruhe und Besonnenheit, um die Verunsicherung in der Mannschaft zu beseitigen. Sebastian Busch für die Mentalität und den Einsatz, den die Mannschaft auf dem Platz zeigen wird. Beide sind regional verwurzelt und eng mit dem KSV verbunden - diese Identifikation mit dem Verein benötigen wir jetzt. Wir wollen mit dieser Entscheidung Kräfte freisetzen und einen neuen Impuls geben, um den Anschluss in der Tabelle nicht vollends zu verlieren“, ergänzt Jens Rose.

Laut HNA sei Damm aber kein Vollzeit-Coach, da der Trainer ein Job habe. "Der Sportliche Leiter Jörg Müller soll – so klingt es durch – nicht die bevorzugte Wahl vieler Spieler sein. Ob das Geld für einen Trainer von außerhalb ausreicht, ist fraglich", schreibt die HNA weiter.

Gegen Eddersheim hatten die Löwen erstmals nach fast zwei Jahren wieder ein Heimspiel verloren. Zuletzt musste der Blick des Aufstiegsanwärters trotz großer Ambitionen nach unten gerichtet werden, ein enttäuschender achter Platz steht momentan zu Buche. Zuletzt wendeten sich auch die Fans vom Traditionsverein ab, "Die Zeit des Redens ist vorbei", prangerte am vergangenen Wochenende auf einem großen Spruchband im Auestadion.

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