Kreisfußballwarte und Clubs sind gefragt

HFV: Meinungen bündeln bis 25. März

11. März 2021, 21:01 Uhr

Verbandspräsident Stefan Reuß. Foto: Torgranate

So langsam dürfte es eng werden, was eine Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Saison im hessischen Amateurfußball angeht. Heute Abend tagte das Prsidium des Hessischen Fußballverbandes über zweieinhalb Stunden gemeinsam mit den Regionalbeauftragten und den Kreisfußballwarten und disutierte die verschiedenen Optionen.

Dass Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahren wieder in vollem Umfang trainieren dürfen und Personen ab 15 Jahren auch diverse Trainingsoptionen haben, sorgt für Optimismus in der hessischen Fußballfamilie. Doch bei aller Freude auf dem Platz steht die Beachtung der Maßnahmen zum Coronavirus-Infektionsschutz weiterhin
an erster Stelle.

Nach der Einführung des HFV-Präsidenten Stefan Reuß mit dem aktuellen Stand in punkto Corona-Pandemie hinsichtlich des möglichen Spielbetriebes anhand einer Präsentation, bildete die Diskussion über die Möglichkeiten zum Umgang mit der laufenden Saison 2020/21 das Herzstück der über zweieinhalbstündigen Sitzung, die
selbstverständlich per Videokonferenz absolviert wurde. „Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass unter den Kreisfußballwarten noch kein abschließendes Meinungsbild herrscht. Die Einschätzungen sollen nun in Kreiskonferenzen noch näher über zwei Optionen, nämlich Durchführung der Vorrunde oder Annullierung der Meisterschaftsrunde, unter die Lupe genommen werden. Die Beiträge und Ansichten der Vereine spielen dabei eine große Rolle“, sagte HFVPräsident Stefan Reuß. Und weiter: „Eine ruhige Hand ohne übereilte Entschlüsse hat
sich bei solch weitreichenden Entscheidungen bisher bewährt.“

Da die Verordnungen bis einschließlich 28. März 2021 gültig sind, sollen die Ergebnisse der Kreiskonferenzen bis 25. März gebündelt werden, um daraufhin eine finale Entscheidung zu treffen. Im Falle einer Annullierung der Meisterschaftsrunde wird in den Kreisen nach Möglichkeiten gesucht, die Zeit fußballerisch zu nutzen. „Im Rahmen einer Entscheidung wünschen wir uns ein einheitliches landesweites Vorgehen für Männer-, Frauen- und Jugendfußball, denn wir sitzen alle in einem Boot und gehören als Fußballfamilie zusammen. Dabei müssen wir den Blick auch bereits nach vorne auf die kommende Spielzeit richten und mit alternativen Spielklassenmodellen mehr Flexibilität gewährleisten“, erklärte Reuß.

Vizepräsident Torsten Becker ergänzte: „Der Weg einer Entscheidung bezüglich der Spielrunde ist dieses Jahr noch komplizierter als im letzten Jahr. Die Inzidenzzahlen sind aktuell leider besorgniserregend. Bisher haben wir aus der Saison nur die Spiele aus dem September und Oktober und selbst dieser Zeitraum war zusätzlich durch Spielausfälle durch Quarantäneregelungen geprägt. Sollte es zu einer Annullierung der Meisterschaftsrunde kommen, würde es weder Auf- noch Absteiger geben. Bei einer Fortsetzung der Runde wäre die Quotientenregelung eine Möglichkeit, die wir auch dieses Jahr anwenden könnten.“

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