Geisendörfer zum HFV-Entscheid

"Hoffe, dass der Verband Konsequenzen zieht"

11. Juni 2021, 15:39 Uhr

Martin Geisendörfer kann das Verhalten des HFV nicht nachvollziehen. Foto: Charlie Rolff

Die Nachricht, dass ausgerechnet der Hessische Fußball-Verband (HFV) für den Nichtaufstieg der SG Barockstadt verantwortlich war, schlug am Freitagmorgen ein wie eine Bombe. SGB-Vorstand Martin Geisendörfer fordert nun weitreichende Schritte.

„Ich hoffe, dass der Verband Konsequenzen aus diesem Verhalten ziehen wird“, fordert Geisendörfer indirekt einen Rücktritt der zuständigen Entscheider um Präsident Stefan Reuß, Vizepräsident Torsten Becker und Schatzmeister Ralf Viktora, dem bei der Gesellschafterversammlung im Auftrag von Reuß beauftragten Stimmberechtigten. „Wir verhalten uns stets so, wie es ein Verein zu tun hat. Wir mussten sogar noch Geld in die Hand nehmen, um ein Sicherheitskonzept für die Regionalliga-Lizenz zu beantragen. Das Verhalten des Verbands ist unglaublich“, poltert Geisendörfer.

Doch warum vermittelte der HFV bis dato stets den Eindruck, sich für einen Barockstadt-Aufstieg einzusetzen? Viktora wollte sich am Freitag nicht äußern, Reuß war für die Redaktion nicht erreichbar. Dafür übt der ehemalige Hessenliga-Klassenleiter Matthias Bausch – der zum Zeitpunkt der Abstimmung dieses Amt noch inne hatte, allerdings keinen Einfluss auf die Gesellschafterversammlung hatte – Kritik am HFV: „Das Verhalten ist für mich unverständlich und überraschend. Gut wäre zu wissen, welche Gründe dahinterstecken.“

Ein Grund für die Abstimmung für eine 50-prozentige Spielaustragung könnte sein, dass zum Zeitpunkt des Gesellschafterbeschlusses vier hessische Regionalligisten in Abstiegsnot waren. Sechs Absteiger gab es eigentlich aus der vierten Liga, erst durch die fehlenden Aufsteiger wurden diese auf zwei reduziert. Stadtallendorf und Alzenau – beide aus dem Gebiet des HFV – steigen dennoch in die Hessenliga ab, Hessen Kassel und Gießen konnten sich dadurch allerdings frühzeitig retten. Beide würden aller Voraussicht nach aber auch so die Klasse halten. Letztlich hat der Verband also nicht zugunsten eines Vereins entschieden, sondern nur gegen die SG Barockstadt – wenngleich er das im Vorfeld nicht wissen konnte.

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