04.05.2019

Hoffnungen schwinden nach bitterer Pleite

Hessenliga: Flieden unterliegt Hadamar mit 1:2

Marc Röhrig brachte die Buchonia früh in Führung, vergab allerdings kurz vor Ende den möglichen Ausgleich. Foto: Charlie Rolff

Langsam aber sicher muss sich der SV Buchonia Flieden erneut mit der Verbandsliga beschäftigen. Lange Zeit stimmte beim Tabellenvierten Hadamar das Ergebnis, doch letztendlich drehten die Hausherren die Partie in kürzester Zeit und siegten 2:1 (0:1).

Buchonen-Coach Zlatko Radic änderte seine Elf im Vergleich zur Vorwoche auf drei Positionen. Lukas Hagemann, Sebastian Pfeiffer und Christian Bohl durften aus der Bank Platz nehmen, während Nico Hohmann, Felix Hack und Tobias Bartel auf dem Rasen standen. Die Vorzeichen standen vor der Partie aber alles andere als gut, denn die Konzentration auf das wichtige Auswärtsspiel wurde auf der Hinfahrt von einer Buspanne gestört, sodass Flieden erst verspätet in Hadamar eintraf und die Begegnung deshalb mit zwanzig Minuten Verspätung begann. Einer ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, denn Marc Röhrig traf früh per Kopf (9.), nachdem er im ersten Versuch noch an Hadamars Keeper Strauch gescheitert war. "Wir waren gleich zu Beginn super drin und hatten unsere Chancen", wusste Radic.

Anschließend wachte der Tabellenvierte auf, hatte viel Ballbesitz und drückte die Gäste immer mehr in die eigene Hälfte. Flieden kämpfte tapfer, musste jedoch nach 55 Minuten dann doch den Ausgleich hinnehmen, als Sascha Rumpeltes einen Freistoß unglücklich ins eigene Tor verlängerte. Nur vier Zeigerumdrehungen später drehte Hadamar das Spiel komplett, als Jerome Zey, der bereits vor dem Ausgleich am Innenpfosten scheiterte, vom Punkt aus traf, nachdem Andre Leibold Zey von den Beinen holte. "Das ist so bitter, denn der Elfmeter war der einzige Schuss auf das Tor. Wir haben im Mittelfeld gut gepresst, standen geordnet in der Defensive und bekommen solch blöde Gegentore", meinte der Buchonen-Trainer, der im Nachgang etwas mit dem Glück haderte.

Fortan probierte Radic alles, wechselte mit Hagemann offensiv, doch der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Die beste Möglichkeit dazu hatte Torschütze Röhrig, der jedoch aus kürzester Distanz den Ball mit dem Schienbein über das verwaiste Tor beförderte (83.), ehe kurze Zeit später ein Rumpeltes-Schuss noch geblockt wurde. "Die Mannschaft hat den Rückstand gut weggesteckt und den Weg nach vorne gesucht, doch die Belohnung will uns aktuell nicht gelingen. Das ist teilweise zum kotzen, aber wir haben die Scheiße am Fuß. Vielleicht hat die Fortuna auch etwas gegen uns", sagte Radic. Der 49-Jährige möchte aber nicht jammern, sondern hofft, dass vielleicht im Derby kommende Woche der Knoten platzt.

Die Statistik:

SV Rot-Weiß Hadamar: Strauch; Kuczok, Dimter, Schraut (31. Pandov), Mar. Neugebauer, Zey, Löbig (57. Kern), Kröner (57. Si. Neugebauer), Herdering, Bangert, Mat. Neugebauer.
SV Buchonia Flieden: L. Hohmann; Gaul, N. Hohmann, Röhrig, Leibold, Drews (81. Hagemann), Zeller, Hack, Rumpeltes, Schaub, Bartel.
Schiedsrichter: Julian Jung (Giesenhausen).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Marc Röhrig (9.), 1:1 Sascha Rumpeltes (55., Eigentor), 2:1 Jerome Zey (59., Foulelfmeter).

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