05.06.2019

Hohe Luft ballert sich hoch

Relegation zur KOL Nord: Kantersieg sorgt für Kreisoberliga-Rückkehr

Der FSV Hohe Luft um Spielertrainer Tobias Habryka (links) jubelte sich in die Kreisoberliga. Foto: Charlie Rolff

Ein Jahr in der A-Liga war für den FSV Hohe Luft genug. Dank eines 5:0 (3:0)-Kantersieges im dritten Spiel gegen den SV Großentaft kehren die Bad Hersfelder zurück in die Kreisoberliga.

Tragisch wurde es am weitläufigen Sportgelände der Hohen Luft einzig für den SV Niederjossa: Der deutliche 4:1-Erfolg gegen Großentaft reicht den Willems-Mannen im Endeffekt nicht – und die Blicke der „Jäscher“ gehen nun am Freitagabend Richtung Oberaula. Umso größer war natürlich die Freude bei den Hausherren, wenngleich Coach Tobias Habryka sichtlich platt war. „Stolz, Vorfreude, Atmosphäre“, meinte der Spielertrainer nach dem geschafften Aufstieg und wusste, dass das 1:0 durch Marvin Gerharz (19.) der Dosenöffner war. Der Torschütze traf mit Unterstützung von Großentafts Björn Münkel über Keeper Andre Hemmerling hinweg und verabschiedet sich nun feuchtfröhlich Richtung SV Unterhaun. „Ich wollte den Jungs zum Abschied helfen und meinem Jugendverein die Kreisoberliga mitgeben. Wir werden jetzt richtig Gas geben“, frohlockte Gerharz.

Für Großentaft hingegen müssen die vorigen 90 Minuten mehr als bekannt vorgekommen sein. Wie bereits gegen Niederjossa hatten die Blau-Weißen am Anfang zwei ganz dicke Möglichkeiten, doch Thomas Winter (9.) und Benedikt Schmelz (12.) verfehlten mit ihren Kopfbällen knapp den Kasten. Keeper Hemmerling war fortan die ärmste Sau, vereitelte mehrfach ein noch höheres Resultat, musste aber dennoch viermal hinter sich greifen. Bei den teils herrlichen Toren von Tim Hartwig, Elmir Beciri und erneut Gerharz war Hemmerling allerdings absolut chancenlos.

„Wenn wir uns so körperlos präsentieren, brauchen wir uns nicht wundern“, resümierte Großentafts Michael Rübe. Mit zwei herben Pleiten verabschiedet sich Rübe von der Fußballbühne, dementsprechend enttäuscht war der Mittelfeldmotor des SVG: „Wenn du die Möglichkeit hast, Relegation zu spielen, darfst du nicht so ängstlich auftreten. Mir fehlen etwas die Worte.“ Rübe traf den Nagel auf den Kopf, denn unterirdisch präsentierten sich die Gäste und hatten bei zwei Lattenkrachern von Hartwig und Eyerich noch Glück.

Die Statistik:

FSV Hohe Luft: Hafner – Hasanovic, Jovanov, Eyerich, Gidion – Reidt – Beciri, Habryka, Hartwig – Dick, Gerharz (Pervan, Istuk, Voth).
SV Großentaft: Hemmerling – A. Krieg, Helmke, Münkel – M. Wiegand, Rübe – Schmelz, Heller, Mar. Michel – Max. Michel, Winter (Matkovic, N. Wiegand).
Schiedsrichter: Johannes Frohnapfel (Neuhof).
Zuschauer: 400.
Tore: 1:0 Marvin Gerharz (19.), 2:0, 3:0 Tim Hartwig (32., 34.), 4:0 Elmir Beciri (54., Foulelfmeter), 5:0 Marvin Gerharz (58.).

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