11.05.2018

Horas winkt als Tabellendritter sogar der Direktaufstieg

B-Junioren könnten in die Hessenliga aufsteigen

Matthias Wilde (links) wird hier von Keanu Banh für den Aufstieg 2015 in die C-Junioren-Hessenliga gefeiert. In diesem Jahr könnten beim Fuldaer Stadtteilverein gleich zwei Aufstiege gefeiert werden. Foto: Charlie Rolff

Der FV Horas muss sich immer konkreter mit der Hessenliga in Verbindung setzen. Nicht nur die A-Junioren, sondern auch die B-Jugend hat alle Möglichkeiten um ins hessische Oberhaus aufzusteigen.

Da in der Verbandsliga Nord die TSG Wieseck II Tabellenführer ist und das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen kann, weil die erste Mannschaft in der Hessenliga spielt, würde derzeit der Tabellenzweite, der VfB Gießen, direkt aufsteigen. Heißt im Umkehrschluss: Platz drei würde dem FV Horas zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die Hessenliga genügen.

Richtig verzwickt wird die Situation aber erst, wenn man einen Blick in die Süd-Staffel wirft. Denn dort stehen die U-16-Teams von Kickers Offenbach, Darmstadt 98 und Wehen Wiesbaden an der Tabellenspitze. Definitiv nicht aufsteigen kann der OFC, dessen U17 in der B-Junioren-Hessenliga nur Mittelmaß ist. Anders ist die Lage bei Darmstadt und Wehen, die in der Hessenliga den Titel unter sich ausmachen. Einer von beiden könnte über zwei Aufsstiegsspiele in die Junioren-Bundesliga aufsteigen. Doch nur, wenn der Aufstieg in die Bundesliga gelingt, kann die Zweitvertretung in die Hessenliga aufsteigen.

Hessenliga in Horas? Verantwortliche unschlüssig

Heißt konkret: Scheitert der hessische Vertreter in den Aufstiegsspielen zur Bundesliga, kommt die SG Rot-Weiss Frankfurt als Tabellenvierter der Verbandsliga Süd ins Spiel, die dann das Aufstiegsrecht in die Hessenliga wahrnehmen könnte. Auf jenes Recht kann aber maximal der Viertplatzierte der Verbandsliga bestehen, sodass bei einem Scheitern des hessischen Vertreters in den Aufstiegsspielen zur Bundesliga nicht nur Rot-Weiss direkt in die Hessenliga aufsteigen würde, sondern auch der FV Horas den Gang in das hessische Oberhaus antreten darf, weil es für die Osthessen keinen zulässigen Gegner in der Aufstiegsrunde geben würde.

Unklar ist derweil aber noch, wann die möglichen Aufstiegsspiele des FV Horas zur Hessenliga stattfinden, denn das wiederum ist abhängig vom Ergebnis der Runde zur Bundesliga. "Natürlich beschäftigen wir uns mit dieser Situation, aber wir wollen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen", sagt Horas-Jugendleiter Stephan Ullrich und verweist darauf, dass noch vier Spiele zu absolvieren sind. "Daher haben wir uns auch noch keine Gedanken gemacht, ob wir den Aufstieg wahrnehmen würden oder nicht."

JFV Viktoria Fulda verkompliziert die Sachlage

Jetzt wird es aber ganz kompliziert: Verzichtet der FV Horas, würde derzeit der Tabellenvierte der Verbandsliga, der JFV Viktoria Fulda II, nachrücken. Die Mannen von Patrick Schaaf könnten aber nur dann aufsteigen, wenn die eigene erste Mannschaft aus der Hessenliga absteigt. In diesem Fall könnte der JFV Viktoria Fulda seinen Startplatz für die Hessenliga einfach tauschen. Gleiches hat die TSG Wieseck mit seiner U17 und U16 in der vergangenen Spielzeit vollzogen.

Hält der JFV Viktoria Fulda in der Hessenliga aber die Klasse, kann die Zweitvertretung logischerweise nicht nachrücken beziehungsweise das Startrecht tauschen. Das wiederum bedeutet: Steigt der hessische Vertreter dann in die Bundesliga auf, wären die beiden Süd-Verbandsligisten in die Hessenliga aufgestiegen, weil von den ersten vier Teams aus der Verbandsliga Nord lediglich Gießen sein Aufstiegsrecht wahrnehmen könnte beziehungsweise würde. Steigt der hessische Vertreter aber nicht in die Bundesliga auf, gibt es einen Absteiger in der Hessenliga weniger, weil weder die Süd- noch die Nord-Staffel ein Team für die Aufstiegsrunde stellen könnte und sämtliche U16-Teams nicht aufstiegsberechtigt wären.

Autor: Max Lesser

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