04.06.2019

"Hünsche" lässt Akrama hochleben – Fotos

Relegation zur KOL Mitte

Der alles überragende Akteur: Gatih Akrama (rechts, gegen Philipp Kollmann). Foto: Kevin Kremer

Dass der RSV Margretenhaun in diesem Jahr erneut die Relegation vergeigt, ist seit dem heutigen Abend eher unwahrscheinlich. Zu verdanken haben die "Hünsche" ihre exzellente Ausgangsposition Mittelstürmer Gatih Akrama, der die SG Michelsrombach/Rudolphshan im Alleingang besiegte und damit in die A-Liga beförderte. Margretenhaun siegte in Michelsrombach mit 4:2 (2:1).

Aber Akrama traf nicht einmal selbst, war vielmehr der geniale Vorbereiter für seine Kameraden. Elementar war sein Solo durch die komplette Abwehr beim 1:1Ausgleich. Bis dahin hatte MiRoBa das Geschehen im Griff, führte durch Dominik Hillenbrands Treffer aus dem Gewühl verdient und hätte sogar schon das zweite Tor nachlegen können. Doch mit Akramas Ausgleich war der RSV mental auf der Höhe, biss sich ins Spiel und zeigte sich zudem effektiv, denn erneut Akramas tolle Technik ermöglichte die 2:1-Führung mit der zweiten Gelegenheit. Und spätestens mit seinem dritten Geniestreich, diesmal ein weiter Ball in den freien Raum, den Joker Dominik Hintze veredelte, hatte er sich in die Herzen der eigenen und auch der neutralen Zuschauer gespielt.

Denn außer Akrama fehlte es an technischer Finesse. Kämpferisch und läuferisch war den Teams kein Vorwurf zu machen, doch so etwas Spielkultur kam vor der Pause selten und nach der Pause kaum auf. In der ersten Halbzeit waren es gar die Gastgeber, die das Spiel bestimmten und auch das Mehr an Möglichkeiten für sich vereinen konnten. Doch gerade Bastian Gräb (11., 45.) machte aus zwei ganz dicken Chancen zu wenig. Routinier Alexander Körbel stellte in der Schlussphase zwar noch mal das Ergebnis scharf.

Folgt Müller auf Steudter?

Doch zum Punkt, der eine Minimalchance zum Klassenerhalt aufrechterhalten hätte, reichte es nicht mehr. Die Spielgemeinschaft muss nach der A-Liga-Meisterschaft im Jahr 2010 wieder eine Klasse runter. Und noch steht zumindest offiziell nicht der Nachfolger des scheidenden Trainers Kevin Steudter (FSG Dipperz/Dirlos) fest. Doch die Zeichen verdichten sich, dass Marcel Müller den Job antreten wird. Den Auftritt gegen Margretenhaun schaute er sich aus nächster Nähe an.

Und während MiRoBa trauerte, explodierten die Gäste regelrecht. Denn nun muss schon eine Menge passieren, damit das Team nicht aufsteigt. Wenn Hünfeld II das Gruppenliga-Ticket am Freitag löst, und dafür reicht in Oberaula schon ein Unentschieden, steigen Margretenhaun und Welkers gemeinsam auf. Gleiches gilt im Falle des Ehrenberger Aufstiegs in die Verbandsliga am Samstag. Falls es Hünfeld II und Ehrenberg doch noch versauen sollten, reicht im Heimspiel gegen Welkers am Freitag bereits ein Remis.

Die Statistik:

SG Michelsrombach/Rudolphshan: Stock – Bienert, Kollmann, Cakar – Wehner, Schäfer, Henkel, Ziegler – Gräb – Hillenbrand, Körbel. (Grösch, Kiefer, Decher)
RSV Margretenhaun: Herbert – Kaiser, Klewitz, Herber, Schütz – Kabul, Fröhlich – Felix Bug, Florian Bug, Semmler – Akrama. (Gutmann, Hintze, Schäfer)
Schiedsrichter: Christoph Kranz (VfL Philippsthal)
Zuschauer: 1000.
Tore: 1:0 Dominik Hillenbrand (12.), 1:1 Florian Bug (27.), 1:2 Felix Bug (34.), 1:3 Dominik Hintze (68.), 2:3 Alexander Körbel (80.), 2:4 Felix Bug (90.+3).

Autor: Johannes Götze

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