Stürmer Özger steht jetzt im Tor

"Ich bin fußballverückt, ich spiele überall"

12. Oktober 2021, 15:00 Uhr

Onur Özger hat nicht nur das Tore schießen im Blut, wie er in dieser Saison unter Beweis stellt. Foto: Charlie Rolff

Onur Özger ist als Stürmer bekannt. Da er dafür ein Talent hat, ging es 2015 vom Türkischen SV Fulda zum damaligen Gruppenligisten SG Johannesberg, mit der er in die Verbandsliga aufstieg. 2018 folgte der Weg zurück. In dieser Saison soll Özger aber keine Tore schießen, er soll sie verhindern.

Auf fünf Einsätze kommt der 29-Jährige in dieser Kreisoberliga-Spielzeit. Bei allen stand er im Tor. "Erdem packt es wegen der Arbeit manchmal nicht und war zuletzt verletzt. In der Jugend habe ich mal im Tor gespielt und habe gesagt, dass ich ihn dann vertrete, weil mein Fitnesszustand sowieso nicht gut ist. Ich will der Mannschaft einfach helfen und würde auf allen Positionen spielen", sagt Özger, der sich als "Fußballverückter" beschreibt.

Gegen Bimbach (2:1) und Haimbach (1:1) verloren die Türken mit Özger im Tor nicht, am vergangenen Freitag gegen Edelzell/Engelhelms folgte dann das erste Zu-Null-Spiel des gelernten Stürmers. "Ich konnte auch einen aus dem Winkel holen, das war ganz cool. Manche meiner Mitspieler wissen nicht, dass ich im Tor nicht ganz so schlecht bin und fragen mich, was denn mit mir los wäre", lacht Özger. In den letzten eineinhalb Jahren pausierte der 29-Jährige. Er hatte weniger Zeit für den Fußball. Umso wichtiger für den Türkischen SV, dass er nun wieder seine Bereitschaft erklärt hat.

"Wenn Erdem ausfällt und wir niemanden habe, helfe ich sehr gerne aus", sagt Özger, der anfügt: "Ich vermisse aber auch das Toreschießen. Im Tor bin ich durch das ganze hinschmeißen nach dem Spiel kaputter als wenn ich auf dem Feld stehe", schmunzelt der 29-Jährige. Das Angebot an Spielertrainer Faruk Akkilinc, auf allen Positionen spielen zu können, steht also. Vielleicht zu den Play-Downs im nächsten Jahr? Onur Özger glaubt da an das Potential der Mannschaft: "Die Fitness macht sehr viel aus, das haben wir vor allem gegen Dipperz gemerkt. Nächstes Jahr geht es um den Abstieg, da werden wir fit reingehen. Wir werden nicht absteigen."

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