11.08.2019

Im Derby fehlen nur die Tore – Fotos

Gruppenliga: Gelb-Rot für Pfeffer und Erovic / Beide Teams mit Siegchance

Blieb diesmal ohne Torerfolg: Großenlüders Moritz Reith. Foto: Charlie Rolff

Ein Derby eben – so fassten es nicht wenige der Zuschauer in Großenlüder zusammen. Dort hatte es zwischen der SV Teutonia und Gruppenliga-Aufsteiger SV Müs zwar keine Tore, aber immerhin eine Menge Leidenschaft gegeben.

So richtig zufrieden war mit dem Remis am Ende keine Mannschaft. Auf beiden Seiten wurde erst einmal beratschlagt, wie das Spiel jetzt eigenlich einzustufen sei. Warum? Weil Müs über weite Strecken der ersten Halbzeit dominiert hatte, während Großenlüder in Hälfte zwei besser war. Und weil Müs ein paar Chancen mehr, dafür aber Großenlüder die besseren hatte. „Am Ende geht es eigentlich in Ordnung“, befand Denis Erovic, wenngleich der Müser Spielertrainer damit haderte, dass sein Team das Übergewicht vor der Pause nicht zur Führung genutzt hatte.

Daran allerdings war Erovic nicht ganz unschuldig: Zwei gute Gelegenheiten (14., 16.) hatte der 30-Jährige vergeben, ehe er kurz vor dem Halbzeitpfiff wegen Meckerns mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde (44.). „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, haderte Erovic etwas mit sich selbst und etwas mit Schiedsrichter Steffen Krah. Der wiederum hatte nur seine harte, aber konsequente und ausgewogene Linie durchgezogen. Zuvor hatte bereits Großenlüders Andre Pfeffer nach mehreren Fouls und einem harten Einsteigen ebenfalls Gelb-Rot gesehen (30.).

Zum Glück für die rund 350 Zuschauer blieben die beiden Platzverweise aber nicht die einzigen Höhepunkte. Beide Teams nämlich gingen nicht nur mit Leidenschaft zur Sache, sondern suchten auch konsequent den Weg nach vorne. Tobias Henkelmann (18.) und Burak Ilgar (30.) verbuchten weitere Chancen für Müs, auf der Gegenseite hätte Sascha Hasenauer die Teutonen eigentlich in Führung schießen müssen. Freistehend scheiterte der Kapitän an Müs-Keeper Sebastian Schäfer. Nach der Pause verbuchten Großenlüders Boris Nteugha (55., 57., 84.) und Hasenauer (90.) sowie die Müser Yannik Claus (71.) und Marcel Büttner (82.) weitere Gelegenheiten.

„Wir hatten es in der Hand“, ärgerte sich Teutonen-Trainer Francisco Martinez über die vergebenen Gelegenheiten in Hälfte zwei, nicht aber ohne hinzuzufügen: „Klar können wir auch froh sein, dass wir da nicht schon zurücklagen.“

Die Statistik:

SV Großenlüder: Eidmann – Nteugha, Martinez (68. Hohmann), Schneider, Hasenauer, Ebert (60. Ripka), Wese, Pfeffer, Schlitzer, Lehmann, Reith.
SV Müs: Schäfer – Henkelmann, Gerk, Ilgar (53. Steuernagel), Erovic, Sharif (67. Bayerbach), Büttner, Jäpel, Claus, Jahic, Mujezinovic.
Schiedsrichter: Steffen Krah (SV Herolz).
Zuschauer: 350.
Tore: Fehlanzeige. Gelb-Rote Karten: Andre Pfeffer (30.) / Denis Erovic (44.).

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften