15.09.2018

In den Schlüsselszenen spielt der Platz nicht mit

Kreisoberliga Mitte: Gerechtes Remis zwischen Horas und Müs

Während Lukas Körber (rotes Trikot) gegen Dipperz/Dirlos noch über ein Tor jubeln durfte, blieb ihm dieses gegen Müs verwehrt. Archivfoto: Charlie Rolff

Es scheint, als würde es dem FV Horas liegen, den Spitzenmannschaften der Kreisoberliga Mitte Punkte abzuknöpfen. Nachdem die TSG Lütter schon nicht in Horas gewinnen konnte, ließ auch Spitzenreiter SV Müs auf dem Oktoberfest des FVH beim 1:1 (1:1) zwei Zähler liegen.

Das Ergebnis ging am Ende auch absolut in Ordnung, die Horaser Truppe zeigte in weiten Teilen des Spiels, dass ihr selbst nicht allzu viel zu einem echten Topteam fehlte. Und um ein Haar hätte der FVH alle drei Punkte behalten. In der Nachspielzeit der Partie spielte der Horaser Julian Keller Roman Fuchs klasse frei, der quer auf Lukas Körber legte. Auf dem schwer zu bespielenden Platz versprang der Ball im letzten Moment allerdings, sodass der Stürmer den Ball nicht unter Kontrolle bekam und diesen somit nicht ins halb verwaiste Tor schieben konnte.

„Wer weiß, was passiert wäre, wenn der Fußballgott da auf unserer Seite gewesen wäre“, haderte Spielertrainer Julian Wehner nach Spielschluss nur kurz mit der letzten Situation der Partie. Wenige Sekunden später überwog nämlich der Stolz auf seine junge Mannschaft, die nur vier Spieler aufbot, die älter als 20 Jahre alt waren. Gerade Körber war in der Schlussphase auffälligster Akteur, hatte im Duell mit dem guten Germanen-Keeper Mahsuni Algac aber nicht das Spielglück auf seiner Seite (88.).

Spitzenreiter Müs dagegen war gerade Mitte der zweiten Hälfte deutlich näher am zweiten Tor. Die dickste Chance hatte der Müser Julian Keller, der nach guter Vorarbeit Sebastian Eichenauers – auch hier bedingt durch einen Platzfehler – aus kurzer Distanz drüber schoss (56.). Später hatte Keller Pech, dass er beim Zweikampf mit David Duda nicht den nötigen Strafstoß zugesprochen bekam (70.). Besser agierte Duda in der gegnerischen Hälfte, als er seine Farben nach einer guten halben Stunde in Führung brachte. Sein Schuss mit der Pike war nicht fest, dafür aber platziert.

Mit dem schönsten Spielzug der Partie glich der Gast aus, über Mohammed Sharif und Mehmet Bagci landete der Ball bei Spielertrainer Marc Friedel (37.). Am Ende sprachen sowohl Wehner als auch der erst 19-jährige Kapitän der Germania, Konstantin Gerk, von einem gerechten Ergebnis. Während Gerk sich trotz der Tabellenführung nicht zu einer Kampfansage hinreißen ließ, konstatierte Wehner: „Von Horas kann man in nächster Zeit noch viel erwarten.“

Die Statistik:

FV Horas: Schäfer - Topalli, Wehner, Fabrizius, Rich - Wilde, Günther - Rippert, Keller, Duda - Körber (Fuchs, Zentgraf).
SV Müs: Algac - Henkelmann, Löffler, Gerk, Bagci - Büttner - Eichenauer, Sharif, Friedel, Claus - Erovic (Keller, Paszkiewicz, Zengler).
Schiedsrichter: Alexander Jung (Dipperz).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 David Duda (29.), 1:1 Marc Friedel (37.).

Autor: Steffen Kollmann

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Mannschaften