11.01.2019

Interesse am Hallenspektakel auf Sparflamme

Schlüchterner Kreismeisterschaften: Nur ein Gruppenligist dabei

Foto: Max Lesser

Noch bevor die Vereine des Fußballkreises Schlüchtern mit dem Vorbereitungstraining auf die Restrunde beginnen, dienten seither stets die Futsal-Kreismeisterschaften unter dem Hallendach als ebenso willkommener wie auch unterhaltsamer Lückenfüller. Doch hat heuer das Interesse zur Teilnahme arg gelitten, denn von nur 22 ursprünglich gemeldeten Mannschaften sprangen drei weitere ab, sodass Hallenspielleiter Harald Maienschein die bereits vorgenommene Auslosung der Gruppen noch einmal durchführen musste.

„Beide Mannschaften der SG Marborn und die SG Freiensteinau II erklärten ihren Rückzug, ich gehe davon aus, dass das nachlassende Interesse auf personelle Probleme infolge von Verletzungen zurückzuführen ist“, bezieht Harald Maienschein Stellung. So nimmt von den drei Gruppenligisten des Fußballkreises nur Titelverteidiger SG Oberzell/Züntersbach am Hallenspektakel teil. Aus einst vier Spieltagen der Vorrunde (drei der ersten und einer der zweiten Mannschaften) wurden nur noch derer drei.

Am bevorstehenden Wochenende geht es gleich mit einem Doppelspieltag in die Vollen. Am Samstag wollen fünf A-Ligisten dem Kreisoberligisten SG Kressenbach/Ulmbach das Leben schwermachen, am Sonntag spielen dann nur noch fünf verbliebene Reserven ihren Kreismeister aus.

Gruppe 1: Samstag, 12. Januar ab 12 Uhr

Drei Fünfergruppen der ersten Vertretungen waren es ursprünglich, weil 15 Meldungen vortrefflich aufzuteilen waren. Doch nach der Absage des Endspielteilnehmers von 2018, der SG Marborn, blieben 14 Vereine übrig. „Da wir keine Gruppe mit nur vier Vereinen bilden wollten, haben wir uns dann für zwei Gruppen mit sieben Teams entschieden“, berichtet Harald Maienschein. Folglich werden sich aus jenen zwei Gruppen jeweils drei Teams für das am 9. Februar stattfindende Masters qualifizieren.

Die erneute Auslosung förderte zwei laut Klassenzugehörigkeit unterschiedlich starke Gruppen zutage. Denn Titelverteidiger Oberzell/Züntersbach sowie vier der fünf teilnehmenden Kreisoberligisten „beackern“ das Hallenparkett erst in 14 Tagen, sodass am morgigen Samstag die SG Kressenbach/Ulmbach und der traditionell in der Halle starke A-Ligist SV Herolz die Favoritenrolle tragen.

Gerd Hergenröder, Betreuer des A-Liga-Konkurrenten SG Bellings/Hohenzell, berichtet zwar über „Problemkinder von den Gelenken her“, dennoch rechnet er sich insgeheim eine Chance aus, sich mit seiner Mannschaft für das Endturnier zu qualifizieren. Dabei baut Hergenröder vor allem auf René Landes und Dennis Gaul, die sich in der Vergangenheit bereits in der Halle bewährten. In der Vorbereitung nutzte die Spielgemeinschaft die Bornwiesenhalle in Schlüchtern sowie die Halle in Steinau, wo man auch einen Test gegen den FV Steinau absolvierte, der vom aus Bellings stammenden Mike Gaul trainiert wird.

Ab 12 Uhr wird am Samstag das Mammutprogramm von 21 Spielen abgewickelt. In der ersten Begegnung trifft der krasse Außenseiter, die SG Sterbfritz/Sannerz, auf den Favoriten SG Kressenbach/Ulmbach. Die finale Paarung führt laut Spielplan um 17 Uhr die SG Kressenbach/Ulmbach und den FV Herolz zusammen.

Gruppe 2 (Hallenkreismeisterschaften der Reserven): Sonntag, 13. Januar ab 13.30 Uhr

Sieben Mannschaften waren ursprünglich für die Titelkämpfe der Reserven gemeldet, nach dem Rückzug der SG Marborn II und der SG Freiensteinau II blieben nur noch fünf übrig. Somit sind unter dem Hallendach lediglich drei Teams mit erster und zweiter Mannschaft vertreten: Nämlich die SG Kressenbach/Ulmbach, die SG Sterbfritz/Sannerz und der SV Herolz. „Wer seither in dieser Runde weniger als zehn Spiele in der ersten Mannschaft bestritten hat, der darf in der zweiten Vertretung mitwirken“, erläutert Harald Maienschein die Regularien, die auch schon 2018 Gültigkeit besaßen. Neben den sechs Teilnehmern der ersten Vertretungen dürfen sich auch zwei Reserveteams auf das Masters am zweiten Februarwochenende freuen.

Topfavorit der Reserven dürfte die SG Kressenbach/Ulmbach II sein, die als einziger A-Ligist nicht nur das klassenhöchste Team stellt, sondern schon im vergangenen Jahr beim Endturnier mit dabei war. „Weil die SG Oberzell/Züntersbach II als zweiter möglicher A-Ligist von einer Teilnahme absah, ist es schon unser Anspruch, sich für das Masters zu qualifizieren“, gibt Trainer André Lotz das Ziel vor. Das Vorbereitungstraining fand gemeinsam mit der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft in der Schlüchterner Bornwiesenhalle statt.

Die Wahl zwischen der viel zu kleinen Halle in Altengronau und jener in Sterbfritz hat die SG Mottgers/Schwarzenfels II. Deren erste Vertretung, die einst unter Trainer Michael Jäger wegen des Masters das Trainingslager nahe Kassel unterbrach, nimmt heuer nicht teil. „Wir haben zu viele Spieler mit Knieverletzungen, die zweite Mannschaft hingegen, die eine Spielgemeinschaft mit der TSV Weichersbach bildet, äußerte den Wunsch zur Teilnahme“, berichtet Betreuer Bruno Martin.

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