15.08.2019

Jäger-Krankheit?

Gruppenliga: Jäger möchte mit Oberzell/Züntersbach einen Start wie zu Kerzeller Zeiten vermeiden

Michael Jäger (Bildmitte) schwört seine Mannschaft auf das Ziel Klassenerhalt ein. Foto: Ralf Hofacker

Nach drei Jahren bei der SG Kerzell heuerte Michael Jäger im Sommer bei der SG Oberzell/Züntersbach an. Der 45-jährige Coach möchte in bekanntem Umfeld für den Klassenerhalt sorgen und junge Spieler an die Gruppenliga heranführen. An der "Jäger-Krankheit" aufgrund des eher mäßigen Saisonstarts wie zu Kerzeller Zeiten sieht der Übungsleiter seine Mannen nicht leiden.

Was macht die SG Oberzell/Züntersbach zu einer perfekten Mannschaft für einen Trainer deines Formates? Schließlich warst Du der Wunschkandidat auf das Amt...

Die SG Oberzell/Züntersbach ist ein gut geführter Verein. Prinzipiell hat es mir sehr imponiert, wie sich der Verein um mich bemüht hat. Abgesehen davon, dass ich in Heubach wohne und dadurch einen kurzen Dienstweg habe. Ich bin hier auf eine tolle Truppe gestoßen, von denen ich bereits viele kannte. Es macht mir sehr viel Spaß hier zu arbeiten.

Oft werden mit der SG O/Z die Ankert-Brüder in Verbindung gebracht. Auf welche Spielertypen bist Du noch gestoßen und welche Rolle spielen die Ankerts?

Wir haben viele gute Fußballer im Verein. Die drei Ankerts sind natürlich die torgefährlichsten, weshalb viel über sie gesprochen wird. Generell möchte ich aber nicht die Mannschaft auf die Ankert-Brüder reduzieren, da Fußball eine Gesamtleistung ist. Hinzu kommt, dass der Kader im Vergleich zur vergangenen Saison nicht stärker geworden ist. Schließlich fallen mit Tobias Manz (Spielertrainer Mottgers/Schwarzenfels) und Mike Löffert (beruflich) zwei Säulen weg.

Wo ordnest Du deine Mannschaft in der Gruppenliga ein?

Es geht darum, genug Mannschaften hinter uns zu lassen. Das wird schwierig genug. Wir müssen den nötigen Ehrgeiz an den Tag legen. Generell verfolge ich auch das Ziel, junge Leute an die Gruppenliga heranzuführen. Wir haben vier, fünf Spieler in den Reihen, die das Zeug für die Gruppenliga haben, aber noch etwas Zeit brauchen. Robin Sippel kam zum Beispiel bereits zu zwei Kurzeinsätzen.

Du warst drei Jahre Trainer bei der SG Kerzell. Fiel Dir der Abschied schwer?

Ohne Frage war die Zeit in Kerzell schön und zudem ist sie auch noch mit dem Klassenerhalt erfolgreich geendet. Natürlich war auch etwas Wehmut dabei, aber als Trainer bleibt man selten länger bei einem auswärtigen Verein. Ich blicke immer mit Freude in Richtung Kerzell zurück. Außerdem haben alle meine Trainerstationen im Freundschaftlichen geendet.

Apropos Kerzell: Den frühesten Saisonsieg mit der Helvetia konntest Du erst am fünften Spieltag feiern. Eine Jäger-Krankheit, die Du nun mit nach Oberzell/Züntersbach genommen hast?

Bei Kerzell muss man jedes Jahr anders betrachten. Entweder hatten wir einen Umbruch zu bewältigen, viele Abgänge oder die Vorbereitung lief nicht so gut. Ich denke nicht, dass die schlechten Auftakte in die Saison an meiner Arbeit lagen oder liegen. Schließlich bin oder war ich auch bei Vereinen, die jeder im unteren Drittel der Tabelle ansiedelt.

Der Saisonstart lief nicht so wie erwünscht. War in den beiden Partie gegen Aulatal und Bronnzell mehr zu holen?

Das erste Spiel gegen Aulatal war einfach schlecht. Da waren wir noch in einer Art Freundschaftsspielmodus und haben verdient verloren. Gegen Bronnzell haben wir körperlich besser dagegengehalten und den Kampf besser angenommen.

Worauf legst du in den kommenden Wochen dein Augenmerk. Mit FT Fulda und Eiterfeld/Leimbach habt Ihr schwere Spiele vor der Brust. Am fünften Spieltag kommt der RSV Petersberg…

Ich habe FT und Petersberg am Wochenende gesehen. FT ist eine abgeklärte Mannschaft, die defensiv gut steht. Wir haben unser erstes Heimspiel und wollen natürlich vor dem fünften Spieltag die ersten Punkte holen. Oberzell/Züntersbach ist generell heimstärker. Außerdem ist die Gruppenliga dieses Jahr sehr ausgeglichen, sodass jeder jeden schlagen kann.

Autor: Michel Ickler

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