Auf einen Glühwein

„Johnny kritisiert eigentlich nur uns“

Fabian und Michael Wiegand über die Gang 2.0 und den SV Steinbach

19. Dezember 2019, 20:54 Uhr

Torgranate-Volontär Tobias Konrad (Bildmitte) traf sich mit Fabian (links) und Michael Wiegand auf einen Glühwein. Foto: Torgranate

Der Familienname Wiegand ist beim SV Steinbach allseits bekannt. Wir haben uns mit den Brüdern Fabian (26) und Michael (24), die beide dem Hessenliga-Team angehören, über die derzeitige Lage, ihren Vater sowie die Gang 2.0 unterhalten.

Ihr seid beide seit etlichen Jahren beim SVS, habt zweimal den Aufstieg in die Hessenliga miterlebt. Lässt sich die aktuelle Saison mit den damaligen vergleichen?

Fabian: Die Qualität der Liga ist zumindest geblieben. Die ersten zwei Hessenligajahre muss man natürlich unterschiedlich betrachten. Nach dem ersten Aufstieg hatten wir eine wahnsinnige Euphorie, von der wir gelebt haben. Mit Daniel Hanslik hatten wir zudem einen Spieler, der immer wieder Tore erzielt hat. Das zweite Jahr war sicherlich schlecht, was auch am Kader lag. Nun ist es so, dass wir absolut die Qualität haben, einzig die Erfahrung und Cleverness fehlt teilweise. Bei uns kann jeder die Situation Hessenliga richtig einschätzen. Wir müssen uns in dieser Liga nicht verstecken.

Michael: Ich bin mir sicher, dass wir im zweiten Hessenligajahr die Klasse gehalten hätten, wenn alles normal verlaufen wäre. Durch den Abgang von einigen Spielern sowie unserem Trainer Karl-Josef Müller nach einigen Spielen war aber nicht mehr drin. Als Mannschaft mussten wir daraus das Beste machen. Normalerweise ist bei uns immer alles ruhig und jeder im Verein arbeitet. An der Stimmung hat sich jedoch nichts verändert dadurch, denn selbst als wir mit elf Spielern in der Rückrunde zu den Spielen gefahren sind, war innerhalb des Teams alles prächtig.

Wie ist die Konstellation unter euch als Brüdern, wenn ihr gemeinsam am Platz steht? Gibt es da auch mal einen Spruch?

Michael: Fabi ist der ruhigere Typ. Wenn, dann werde ich am Platz mal laut oder diskutiere mit Papa (Jürgen Wiegand ist im Betreuerstab des SVS, Anm. d. Red.). Bei Familienfeiern kommt aber jeder mal zu Wort.

Fabian: Wir sind wie normale Mannschaftskollegen. Der einzige Kritiker ist eigentlich unser Vater. Von außerhalb bekommt man immer wieder mit, dass „Johnny“ eigentlich niemanden kritisiert, außer uns beide.

Unter dem Thema „Frührente“ war am 11. November zu lesen, dass die Gang 2.0, in der ihr beide tanzt, in der kommenden Fastnachtssaison pausiert ...

Fabian: Wahrscheinlich ist dies sogar ein endgültiger Schlussstrich nach sieben Jahren. Der Aufwand ist schlicht zu groß. Im letzten Jahr hat Sebastian Bott alles geplant, jetzt aber hat sich niemand gefunden. Es war schon immer so, dass wir unsere Tänze in einer sehr kurzen Zeit einstudiert haben.

Michael: An den Leuten hat es nicht gemangelt. Auf unsere Veranstaltung, die Nacht der Nächte, verzichten wir aber nicht. Vielleicht ist es für den einen oder anderen das perfekte Geschenk zum Valentinstags am 14. Februar.

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