28.11.2018

„Kann mit meinen 18 Jahren sehr zufrieden sein“

Oberzell/Züntersbachs Robin Dorn ist der jüngste Stammkeeper der Gruppenliga

Mit 18 Jahren schon ein Lautsprecher: Robin Dorn (neongelbes Trikot), der hier mit der Roten Karte gegen Kevin Föller (links) hadert, hat schnell im Seniorenbereich Fuß gefasst. Foto: Ralf Hofacker

Spricht man über die SG Oberzell/Züntersbach, ist häufig die starke Offensive des Gruppenliga-Aufsteigers Thema. Kein Wunder, so haben die Ankert-Brüder Julian, Simon und Valentin schon fast 30 Treffer in dieser Saison erzielt. Doch es lohnt sich auf ein Blick nach hinten: Mit Robin Dorn steht nämlich der jüngste Stammtorwart der Liga zwischen den Pfosten der SG O/Z.

Gerade einmal 18 Jahre alt ist Robin Dorn, der seit dieser Spielzeit das Trikot des letztjährigen Kreisoberliga-Süd-Meisters trägt und eigentlich noch in der Jugend spielen kann. „Ich wollte mich aber unbedingt in den Senioren beweisen. Und eine andere Mannschaft als Oberzell/Züntersbach ist für mich nicht infrage gekommen“, so der gebürtige Weiperzer. Schließlich bestand schon vor dem Wechsel Kontakt zu einem Großteil der Mannschaft, auch seine Cousins Julian und Nicolai spielten bereits zuvor im Team, ebenso wie jahrelang der Vater.

Bei der Spielgemeinschaft trat der Lehrling zum Heizungsbauer das schwere Erbe von Rene Bezemer an, der auch aufgrund einer Verletzung die Handschuhe eingemottet hat. „Ich habe mir für mein erstes Seniorenjahr viel vorgenommen, wusste, dass ich viel an mir arbeiten muss. Aber ich habe immer an mich geglaubt und alles gegeben“, betont Dorn, der im Rückblick auf die bisherige Runde auch durchaus kritisch mit sich selbst ins Gericht geht.

„Ein paar Tore muss ich auf jeden Fall auf meine Kappe nehmen. Da gehst du aus den Spielen raus und denkst: ‚Oh Gott, das war eine Katastrophe.‘ Aber es gibt auch andere Partien wie das letzte Saisonspiel gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (2:2), wo ich die Mannschaft in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten habe“, rekapituliert der ehemalige Keeper des SV Flieden und JFV Viktoria Fulda, der konstatiert: „Mit meinen 18 Jahren kann ich schon echt zufrieden mit mir sein.“

"Wissen, welche Qualität in uns steckt"

Mit 53 Gegentreffern stellt sein Team dennoch die zweitschlechteste Defensive der Liga, auch deshalb geht es für den Aufsteiger nur darum, nicht direkt wieder abzusteigen. „Wir haben die Saison sehr gut begonnen, allerdings auch relativ stark wieder abgebaut“, erinnert sich Dorn gern an die drei ungeschlagenen Spiele zum Start, aber nur ungern an heftige Pleiten wie gegen Schlüchtern/Elm (2:5) oder Hosenfeld (0:6).

Der 18-Jährige, der abgesehen von einer Hinausstellung im Spiel bei der SG Festspielstadt keine einzige Minute verpasste, ist der Meinung, dass sein Team den Klassenerhalt schaffen kann. „Natürlich wird es für uns durch Julian Ankerts Knieverletzung nicht einfacher. Aber ich bin trotzdem optimistisch und davon überzeugt, dass wir uns nach der Winterpause schnell wieder fangen werden. Wir wissen alle, welche Qualität in uns steckt und haben schon unter Beweis gestellt, dass wir mithalten können. Ich denke, wir packen es, in der Gruppenliga zu bleiben.“

Autor: Steffen Kollmann

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