18.07.2018

Kapelle beobachtet Auftritt aus Fernost

Kreispokal in allen vier Kreisen

Matthias Kapelle wird aus China den Auftritt seiner TSG verfolgen. Foto: Johannes Götze

Nach Wochen des Testens, des Zusammenfindens und des Experimentierens geht es für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz erstmals um Ertrag. Am Mittwoch bestreitet der neu geschaffene Hessenligist sein erstes Pflichtspiel – in der zweiten Runde des Kreispokals Fulda. Kreisoberliga-Vizemeister TSG Lütter ist Gegner der Elf von Trainer Alfred Kaminski, angepfiffen wird die Partie auf dem Sportgelände am Sauerbrunnen um 19 Uhr.

Bei den Grün-Weißen herrschen derzeit aufregende Tage. Nicht nur der Einspruch gegenüber der Klasseneinteilung – Lütter möchte nicht in die Kreisoberliga Mitte, sondern im Süden bleiben – beschäftigt den Verein, sondern auch das Duell mit dem großen Favoriten. Dass die SG Barockstadt die Hürde in Lütter überwindet und ins Achtelfinale einzieht, erwartet jeder. Auch der TSG-Vorsitzende Steffen Brehl glaubt, „dass wir ein mittelgroßes Fußballwunder benötigen würden, um weiterzukommen. Aber: Es geht bei 0:0 los, und wir versuchen alles“.

Bei dem Versuch fehlen der verletzte Dogan Kilic sowie Trainer Matthias Kapelle, der sich mit der Audi Schanzer Fußballschule des FC Ingolstadt in China aufhält und heute von Marco Bieber vertreten wird. Kämen 300 Zuschauer zu der Partie, dann wäre die TSG in wirtschafticher Hinsicht zufrieden. Das zweite Spiel der zweiten Runde, das heute ausgetragen wird, ist ein prestigegeladenes Gemeindederby. B-Ligist TSV Langenbieber empfängt um 19.30 Uhr den SV Hofbieber.

Bereits die Halbfinalisten werden im Kreispokal Lauterbach/Hünfeld ermittelt – und natürlich sind die Abonnementssieger der letzten Jahre noch im Rennen und auch klare Favoriten auf das Erreichen der Runde der letzten vier. Hessenligist Hünfelder SV spielt in Nüsttal und damit ebenso bei einem A-Ligisten wie Verbandsligist SV Steinbach in Wölf. Das „Dauer-Finale“ der letzten Jahre wird es aber diesmal nicht geben, weil Steinbach und der HSV schon im Halbfinale Gegner wären. Und so spekulieren Eiterfeld/Leimbach (im Viertelfinale bei Burghaun/Gruben) und Dittlofrod/Körnbach (bei Wartenberg/Salzschlirf) auf die Finalteilnahme. Alle Spiele beginnen um 19 Uhr.

Im Kreispokal Hersfeld/Rotenburg steigen am Mittwoch alle Achtelfinale: Dabei sind nur noch vier Kreisoberligisten im Rennen – und einer wird im direkten Duell zwischen Mecklar/Meckbach/Reilos und Rotenburg/Lispenhausen garantiert ausscheiden. Die FSG Bebra ist als dritter Nord-Kreisoberligist klarer Favorit bei der SG Haselgrund/Breitenbach, für die FSG Hohenroda steht hingegen der Gang zur SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz an. Ebenso hoch ist die Favoritenrolle der SG Festspielstadt/Spvgg. Der Gruppenligist und Titelverteidiger tritt bei A-Liga-Aufsteiger Espanol Bebra an.

Dreimal Achtelfinale heißt es derweil im Süden: Und dort ist Kreisoberliga-Absteiger Herolz gegen den Gruppenliga-Titelfavoriten SG Bad Soden auch noch personalgeschwächt. "Wir machen die Augen zu und warten, dass der Tag vorbeigeht“, lacht Herolz-Trainer Achim Noll. Bellings/Hohenzell gastiert im Quervergleich der A-Ligen bei der SG Grebenhain/Bermutshain, dazu ist der SV Niederzell Favorit beim SV Höf und Haid. hw, jg, oi

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