11.07.2018

Keine Tore, trotzdem guter Test

Testspiel: Anrennen nutzt HSV im Ergebnis nichts

Musste sich heute nicht im Netz verstecken: Aykut Bayar. Foto: Charlie Rolff

Zweifelsohne sahen die gut 100 Zuschauer einen Test auf gutem Niveau – trotz der Tatsache, dass am Ende kein Tor zwischen Hessenligist Hünfeld und Verbandsligist Barockstadt II fielen sollte.

HSV-Coach Dominik Weber ließ sein Team mit Dreierkette und zwei Stürmern agieren, das System war auf jede Menge Tempo, aber auch viel Ballbesitz ausgelegt. Von Webers Ankündigung, "auch in der Hessenliga Fußball spielen zu wollen" war bereits eine ganze Menge zu sehen. Allerdings stand der Gegner gut, hatte mit Julian Pecks und Niklas Breunung in der Zentrale jede Menge Hessenliga-Erfahrung dabei und mit Aykut Bayar einen ausgezeichneten Rückhalt, der allein gegen HSV-Neuzugang Andre Vogt drei Eins-gegen-Eins-Duelle für sich entscheiden konnte. Jedes Mal versuchte sich Vogt mit einem Flachschuss, jedes Mal hatte Bayar das bessere Ende für sich. "Aykut hat ein sehr gutes Spiel gemacht, alles weggeholt, was auf sein Tor kam", lobte SGB-Coach Marco Lohsse, der anfügte, "dass das ein sehr guter Test für uns war, Hünfeld feldüberlegen agiert hat, wir aber vielleicht zwei, drei Konter besser hätten ausspielen sollen".

Vogt spielte 90 Minuten auf der "Zehn", ebenfalls durchspielen durften Sven Bambey und der langjährige Kapitän Niclas Rehm. Rehm mimte eine Stunde lang den Abwehrchef, den Rest agierte er auf seiner angestammten Position im linken Offensivbereich. Mit dem 29-Jährigen wird zu rechnen sein – auf welcher Position auch immer. Gerade in den letzten 30 Minuten war der Druck des HSV immens, er ließ die Barockstädter kaum noch an den Ball. Aber die Elf von Lohsse zeigte lange ebenfalls eine starke Partie, hätte beispielsweise durch Jan-Henrik Wolfs tollen Freistoß in Führung gehen können, allerdings war HSV-Keeper Sebastian Ernst auf dem Posten (22.). "Es hat ein wenig gedauert, bis wir uns an das System gewöhnt hatten. Aber im Laufe des Spiels lief es immer besser. An die Chancenverwertung mache ich heute einen Haken, gehe aber davon aus, dass wir, wenn wir so weiterarbeiten, auch das noch in den Griff bekommen", analysierte Weber.

Hünfelder SV: Ernst – Dücker (60. Häuser), Rehm, Witzel (60. Quanz) – Bambey, Alles (60. Rohde) – Neidhardt (60. Wenzel), Vogt, Fröhlich (60. Faulstich) – Kornagel (60. Budenz), Krieger (60. Schuch).
Barockstadt II: Bayar – Vilmar (46. Hildenbrand), Balzer, Heil – Breunung, Pecks – Friedrich, Nuspahic (46. Hohmann), Wolf (46. Steinberg), Noori – Velic (46. Wittke).
Schiedsrichter: Eric Wettels (Haimbacher SV).
Zuschauer: 120.

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