24.03.2019

Kengni-Fotsing kommt einfach nicht zum Spiel

Verbandsliga: SGJ-Vorstand Plappert wütend über "miserable Einstellung"

Eric-Stéphane Kengni-Fotsing glänzte durch Abwesenheit. Foto: Charlie Rolff

Spätestens nach dem fast schon peinlichen 0:1 (0:1) im Heimspiel gegen Schlusslicht Dörnberg ist die Verbandsligasaison der SG Johannesberg so gut wie gelaufen. Viel schlimmer sind allerdings die vielen kleinen Risse, die sich durch die Mannschaft ziehen.

Das Spiel an sich ist relativ schnell erzählt: Die Dörnberger gingen früh durch Dennis Dauber in Führung, nachdem die Nordhessen bei einem Gegenstoß wenig Gegenwehr erhalten hatten. Anschließend agierte Johannesberg, bekanntlich ohne echten Neuner, der mal in die Tiefe geht, ohne Plan, brachte bis auf zwei dicke Möglichkeiten von Patrise Gjocaj (21., Pfosten) und Ferhat Yildiz (61.) nicht viel zustande und ließ sich von der schmutzigen, aber effektiven Spielweise der Dörnberger mit viel Schauspiel, Geschrei und härterer Zweikampfführung komplett einschüchtern.

Das Spiel war letztlich ein Zeugnis der Begebenheiten, die sich neben dem Platz abspielen. Nachdem sich die Mannschaft im Spätherbst wieder berappelt zu haben schien, haben die Störfeuer im Binnenklima nämlich wieder zugenommen: Dass im Schnitt gerade mal sieben, acht Leute zum Training kommen, das schockt im Fuldaer Westen schon keinen mehr. Dass aber einstige Führungsspieler wie Eric-Stéphane Kengni-Fotsing unentschuldigt nicht zum Treffpunkt erscheinen, wie sich auf der Tribüne schnell herumsprach und von den Verantwortlichen auch nicht dementiert wurde, ist im Grunde nicht hinnehmbar.

Während die Dörnberger sich bei fast jeder gelungenen Aktion zum 1:0-Coup pushten, agierte das fragile Johannesberger Gebilde leblos, einige Spieler scheinen mit dem Gedanken woanders. Weiterhin ist unklar, wie der SGJ-Kader im kommenden Jahr aussehen wird. Während Swen Wiesner im Sommer nach Hosenfeld geht, habe laut Vorstand Lothar Plappert immerhin Mihai Moise, der immer wieder als Abgang gehandelt wird, unter der Woche für ein weiteres Jahr zugesagt.

„Die weiteren Gespräche laufen. Allerdings herrscht zwischen den Summen, die manch einer aufruft, und der Leistung am Platz eine große Diskrepanz. Heute war die Einstellung jedenfalls miserabel“, war Plappert wütend und stellte gleichzeit klar, dass an Trainer Jochen Maikranz nicht gerüttelt werde. Verein und
Coach wollen einen sauberen Cut nach der Saison.

Die Statistik:

SG Johannesberg: Hofacker – Dechant (46. Rintelmann), Vlk, Moise, Wiesner (71. Jordan) – Kretsch, Schwab – Vranjes (61. Mistretta), Zeller, Yildiz – Gjocaj.
FSV Dörnberg: Zeiger – Gunkel, M. Müller, T. Dauber, Plettenberg – D. Richter, Hansch – K. Richter, F. Müller (46. Kloppmann, 53. Scheuermann), D. Dauber (90.+1 Nissalla) – Kemper.
Schiedsrichter: Max Storch (Trusetal).
Zuschauer: 200.
Tor: 0:1 Dennis Dauber (12.). / hall

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