09.05.2018

Klassenunterschied zwischen den Ligarivalen

Kreispokal Schlüchtern geht an K/U

Tim Mulfingers SG KU ist Kreispokalsieger. Foto: Waitz

In der aktuellen Tabelle der Kreisoberliga Süd trennen den FV Steinau und die SG Kressenbach/Ulmbach nur zwei Plätze. Im Schlüchterner Kreispokalfinale lag eine kleine Fußballwelt, zumindest aber ein Klassenunterschied zwischen beiden Teams. Kressenbach/Ulmbach besiegte die Elf von Trainer Daniel Roth mit 5:0, hätte bei besserer Chancenverwertung den uninspirierten FV Steinau auch nahezu zweistellig blamieren können.

„In der jüngsten Vereinsgeschichte ist das sicher der größte Erfolg, zumal wir auch Stadtmeister Schlüchterns geworden sind. Wir haben uns optimal auf den Gegner eingestellt, das war die Basis für den ungefährdeten Sieg“, fasste Spielertrainer Tim Mulfinger zusammen. Mulfinger selbst war es, der schon frühzeitig seine Elf hätte in Führung bringen können Nach nur 120 Sekunden hätte der mitspielende Coach auf den besser postierten Patrick Müller II, der später zur zentralen Figur wurde, querlegen sollen. Nach 17 Minuten vergab Mulfinger die nächste Großchance auf Kopfballvorlage von Manuel Nsowah.

Anstatt es besser zu machen nahmen sich die Teamkollegen ein Beispiel am Ex-Sodener. Dennis Malcherek (19.), Patrick Müller II (22.) verfehlten das Ziel in aussichtsreicher Position, und beinahe hätte der misslungene Abwehrversuch per Kopf von Wladimir Bejm (24.) zur längst überfälligen Führung Kressenbach/Ulmbachs geführt.
Schließlich besorgte Patrick Müller II doch das 1:0. In der Folge besaß der FV Steinau seine beiden einzigen Torgelegenheiten der gesamten 90 Minuten. Christoph Müller versuchte zweimal, Keeper Sven Hergenröder per Freistoß zu überwinden. In beiden Fällen (32. und 39.) visierte Müller die linke Torwartecke an und fand seinen fliegenden Meister in Hergenröder.

Müller spielt stark auf

Die Entscheidung in der einseitigen Partie, wenn sie denn nicht schon nach dem 1:0 gefallen war, vollzog sich dann binnen 120 Sekunden. Zunächst bewies Patrick Müller II Auge und überlupfte Steinaus zu weit vor dem Tor stehenden Keeper Florian Lauer, der seine Mannen unentwegt und unermüdlich anfeuerte, mit einem geschickten Heber. Manuel Nsowah versetzte seinen voraussichtlichen Teamkollegen der kommenden Saison per Kopfballtreffer zum 3:0 den frühzeitigen Knock Out.

Zum fünften Mal in sieben Jahren stand der FV Steinau im Kreispokalfinale. Viermal in Serie von 2012 bis 2015 waren die Grimmstädter jeweils im Endspiel gegen die SG Bad Soden nicht derartig deutlich unterlegen gewesen wie nun gegen den Ligarivalen. An die Explosivität eines Florian Reichler reichte kein Steinauer Spieler auch nur annähernd heran, die Souveränität eines Kamil Niewmierzycki hätte sich Trainer Daniel Roth sicher gewünscht.
Zwar brachten Balljungen der SG Schlüchtern/Elm das runde Leder von der Kunststoffbahn immer wieder schnell zurück ins Spiel, die Bewirtung mit Getränken von geschätzten 200 Zuschauern auf der gegenüberliegenden Seite der Sportlerheims unterblieb jedoch trotz hochsommerlicher Temperaturen. / osl

Die Statistik:

SG Kressenbach/Ulmbach: Hergenröder; P. Müller I (86. Hohmann), Niewmierzycki, Theodor, Nsowah - Schneider, D. Malcherek, Mackenroth, Reichler (80. Gärtner) – P. Müller II (59. Jobst), Mulfinger
FV Steinau: F. Lauer; Kalus, Bejm, Rützel (73. Weber), Eberhardt (26. Lotz) – Krapf, M. Lauer, Sprenger, Heyenga – Müller, Gerwald
Schiedsrichter: Sebastian Betz (TSV Oberzell).
Zuschauer: 500.
Tore: 1:0, 2:0 Patrick Müller II (29., 40.), 3:0 Manuel Nsowah (42.), 4:0 Patrick Müller II (57.), 5:0 Tim Mulfinger (82.).

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