Kleinheinz: "Sprung auf Rang zwei noch möglich"

Absteiger Gersfeld hat sich nach Startschwierigkeiten mittlerweile gefangen

21. März 2018, 18:00 Uhr

André Kleinheinz ist seit Sommer Trainer in Gersfeld. Foto: Ralph Kraus

Nach einer Winterpause ist es in Fußballerkreisen bekanntlich normal, dass man nicht so recht weiß, wo man leistungstechnisch steht. Für die SKG Gersfeld steht vor dem Start ins Fußballjahr 2018 jedoch ein besonders großes Fragezeichen. Dennoch sieht Trainer André Kleinheinz (36), vor der Saison vom FSV Thalau zur SKG Gersfeld gekommen, seine Truppe so gut aufgestellt, um als derzeit Fünfter noch den Sprung auf den Relegationsplatz der A-Liga Fulda/Rhön zu schaffen

Wie beurteilen Sie die sportliche Ausgangslage vor dem Restrundenauftakt?

Platz eins ist, denke ich, bereits an Künzell II vergeben. Aber mit ein bisschen Glück können wir den zweiten Rang noch erreichen. Was soll ich meiner Mannschaft auch anderes sagen? Platz fünf zu halten, ist da keine Option. Wenn alles gut läuft, wollen wir weiter oben angreifen. Natürlich spielen eine Menge Faktoren eine Rolle: Wir müssen verletzungsfrei bleiben und mal sehen, wie wir aus der Pause kommen.

Wie schwierig war die Vorbereitung?

Die Mannschaft hat schon sehr gut mitgezogen. Wir hatten im Schnitt immer 13, 14 oder 15 Mann im Training. Allerdings ist das bei uns in der Rhön schon eine besondere Situation. Wir können erst seit kurzem auf unserem Platz trainieren und haben die fünf Wochen zuvor im Fitnessstudio zugebracht oder andere Trainingsalternativen genutzt, was aber selten nur etwas mit Fußball zu tun hatte. Angesichts dieser Umstände bin ich zufrieden, Hut ab vor meiner Mannschaft.

Welche Punktverluste aus den bisherigen Spielen schmerzen besonders? Die 1:2-Niederlage gegen Poppenhausen oder das 1:1-Unentschieden gegen Hettenhausen?

Das waren zwei Derbys. Solche Spiele haben nun mal ihre eigenen Gesetze. Punktverluste in solchen Nachbarschaftsduellen tun aber natürlich besonders weh. Im Grunde haben wir zu Saisonbeginn zu viele Zähler liegen gelassen. Nach dem Abstieg musste die Mannschaft vom Kopf her erst einmal in der Liga ankommen und hat die neuen Herausforderungen der A-Liga noch nicht angenommen. Hier wird nämlich auch Fußball gespielt und teilweise auch mehr um Punkte gekämpft. Das galt es zunächst zu verinnerlichen. Aber wir haben uns dann schnell gefangen und bis auf die 2:3-Niederlage gegen Büchenberg im letzten Spiel auch eine echte Serie hingelegt.

An welchen Stellen muss sich die Mannschaft weiter verbessern?

Wir müssen uns in der Breite besser aufstellen. Uns stehen sicherlich elf, zwölf Leute zur Verfügung, die über ein gutes A-Liga-Niveau verfügen. Müssen wir jedoch drei, vier Verletzte ersetzen, wird es schon schwierig – vor allem, wenn es sich hierbei um Leistungsträger handelt: Jannik Schleicher beispielsweise ist erst mit Bänderriss ausgefallen und muss auch jetzt berufsbedingt passen. Und unsere jungen Leute brauchen eben noch ihre Zeit.

Wie wird es über die Saison hinaus weitergehen?

Ich hoffe, dass der Kader so gehalten werden kann und wir uns mit zwei, drei Leuten verstärken können. Ob ich weitermache, darüber wird es in den nächsten Tagen die ersten Gespräche geben. / maz

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