18.03.2019

"Langsam Planungssicherheit"

Eichenzells Heiko Rützel bedient

Heiko Rützel, der sich hier gegen die Barockstädter Franz Ruppel (links) und Daniel Heil durchsetzen kann, muss nach der siebten Niederlage in Serie konstatieren, dass die Verbandsliga derzeit wohl die falsche Liga ist. Foto: Charlie Rolff

Man muss kein Prophet sein um zu behaupten, dass der Britannia aus Eichenzell wohl nur noch ein mittelschweres Wunder helfen kann, um den drohenden Abstieg aus der Verbandsliga Nord zu vermeiden. Die Schwächen wurden beim 1:4 (0:2) gegen die Zweite der SG Barockstadt wieder offensichtlich.

„Du kannst erzählen was du willst, aber man muss halt einfach sagen, dass die Verbandsliga für uns wohl eine Klasse zu hoch ist. Ich weiß langsam nicht mehr, wo wir in den verbleibenden neun Spielen noch die Punkte holen sollen. So langsam haben wir Planungssicherheit“, gab ein völlig frustrierter Heiko Rützel nach der Heimpleite zu Protokoll.

Sein Ärger war aus mehreren Gründen verständlich: Da wäre die Zusammenstellung des Kaders beim Gegner. Marco Lohsse hatte eine „reine Zweite“ zur Verfügung. „Wir wussten ja, dass die Hessenliga-Mannschaft spielt. Deshalb haben wir unser Spiel ja auch durchgezogen“, gibt Rützel zu.

Doch auch gegen eine personell „normal“ aufgestellte Barockstadt-Elf ging es für Eichenzell schief. Einerseits wegen der ersten Viertelstunde, in der die Eichenzeller schwammen und zu Recht in Rückstand gerieten. Dazu verletzte sich zu allem Überfluss Lukas Heil am Knie und musste raus. Grund zwei war, dass der FCB die Chancen nicht nutzte: Denn zwischen der 36. und 38. Minute besaß die Britannia drei beste Möglichkeiten, vergab diese aber kläglich. „Da muss das 1:1 fallen“, weiß Rützel, der stattdessen mit ansehen musste, wie sich seine Elf in der Nachspielzeit nach einer eigenen Ecke einen Konter einfing. „Unglaublich, wie wir das Tor fangen“, ärgerte sich Rützel entsprechend.

Viel schlimmer war aber das Gegentor zum 1:3, als der Ball gefühlte drei Sekunden einen Meter vor dem Eichenzeller Tor lag, sich aber Christian Kirbus und Christian Müller gegenseitig auf den anderen verließen. Göbel staubte ab. „Wenn man solche Fehler macht, dann muss man einfach sagen, dass das einfach nicht reicht.“ Rützels Gegenüber Marco Lohsse indes war stolz auf seine junge Truppe, die 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen holte. „Das war eine ganz junge Mannschaft, die hier verdient gewonnen hat. Eichenzell hat zwar zwischendurch ordentlich Druck gemacht, aber im richtigen Moment haben wir immer zugeschlagen. Das 2:0 war ein klasse Tor“, lobte Lohsse vor allem die starke Vorarbeit von Sternstein.

Kommentieren