09.05.2018

Leonard Müller trifft in der 90. Minute

Gruppenliga: Großenlüder fehlt das Glück

Leonard Müller machte das entscheidende 3:2 für Hosenfeld.

Die Spvgg. Hosenfeld hat Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage im Derby gegen den SV Großenlüder genommen und die Teutonen nun ebenfalls mit 3:2 (2:0) geschlagen. Damit wahrte Hosenfeld seine Mini-Chance auf Rang zwei.

250 Zuschauer bekamen ein Spiel mit fünf sehenswerten Toren und einer dramatischen Schlussphase geboten. Hier war Hosenfeld den Tick cleverer, wobei dem Gastgeber auch ein bisschen das Glück zur Seite stand.
„Wir sind so ein bisschen Opfer unserer eigenen Jugend geworden. Deshalb finde ich die Niederlage zwar bitter, aber auch nicht wirklich schlimm. Denn wann, wenn nicht jetzt, wollen wir die jungen Kerle einbauen und ihnen Spielpraxis geben?“, nahm Großemlüders Trainer Frank Atzler das Ergebnis nachher gelassen.

Tatsächlich spielten statt Routiniers wie Christopher Ripka oder Sascha Hasenauer viele Junge Kerle. Vom 14er-Kader, den Atzler mitgenommen hatte, waren sieben und damit die Hälfte 20 Jahre oder jünger. Beispiel Innenverteidigung: Mit Jakob Schneider spielte ein 20-jähriger neben dem 19-jährigen Felix Schlitzer.

Vor dem Wechsel machte Hosenfeld aus zwei Abwehrschnitzern abgezockt eine vermeintlich sichere 2:0-Halbzeitführung. Viel mehr passierte vor den Toren nicht, weil Großenlüder außer bei den Treffern in der Defensive richtig gut stand.

Nach dem Wechsel schoss sich dann Fabian Lehmann den Frust von der Seele. Der Stürmer hatte zuletzt Ladehemmung und in den elf Spielen des neuen Jahres erst ein Mal getroffen. Diese Torkrise hat nun ein Ende: Erst verwandelte Lehmann einen Freistoß aus gut 25 Metern zum Anschluss, ehe er auf Vorlage von Dominik Hohmann den Ausgleich fast schon ein bisschen frech aus nahezu unmöglichem Winkel erzielte. Später hatte Dominik Hohmann mit seinem Schuss an die Unterkante der Latte sogar die Führung für Großenlüder am Fuß, hatte allerdings kein Fortune (76.).

Richtig dramatisch wurde es ganz zum Schluss. Sechs Minuten vor dem Ende hatte Rodoljub Gajic Leonard Müller eingewechselt, der zum Held des Abends werden sollte. Nach der Hereingabe von Julian Erb drückte Müller den Ball zum Siegtor über die Linie.

Zu Ende war das Spiel aber erst nach drei Minuten Nachspielzeit, nachdem Großenlüders Jakob Schneider per Kopf nur die Latte traf.

Die Statistik:

Spvgg. Hosenfeld: Jürgens; Gesang, Göhringer, Hack, Mouangue Mouangue, Chieuteu Temgo (73. Wettels), Erb. C. Lehmann, A. Gajic, Bonny (65. Djounang), Rützel (84. L. Müller).
SV Großenlüder: Wagner; Lang, Schneider, A. Martinez, Schlitzer, Nteugha, Schönherr, Lang (64. Haus), Hohmann, Wese, Reith, F. Lehmann.
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Andreas Gesang (17.), 2:0 Julian Erb (24.), 2:1 Fabian Lehmann (52.), 2:2 (Fabian Lehmann (71.), 3:2 Leonard Müller (90.).

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