10.10.2019

Lieber attraktiver Gruppenliga- als Verbandsliga-Fußball

Hosenfelds Münker betont: "Gibt keinen Grund, unzufrieden zu sein"

Roger Mouange Mouange (links) und Hosenfeld kassierten zuletzt gegen Großenlüder eine empfindliche Niederlage. Foto: Kevin Kremer

23 Punkte aus 12 Partien, Platz drei, mit einem Sieg im Nachholspiel sogar Tabellenführer der Gruppenliga. Eigentlich liegt die Spvgg. Hosenfeld im Soll. Spieler, Trainer und Verantwortliche scheinen aber nicht erst seit der jüngsten 1:4-Derbypleite in Großenlüder nicht wirklich glücklich mit der bisherigen Saison zu sein.

Matthias Münker möchte die Situation aber keineswegs schlecht reden: "Aus Vorstandssicht gibt es keinen Grund, unzufrieden zu sein. Es ist alles in Butter", betont der Vorstandssprecher. Aber Münker weiß auch, dass zuletzt einige Zähler unnötig abgegeben wurde. Nur acht waren es in den vergangenen sechs Spielen, haarsträubende Fehler hinten und eine mangelhafte Chancenverwertung vorne sorgten für nicht erwartete Punktverluste, unter anderem gegen die damaligen Schlusslichter Petersberg (5:6) und Freiensteinau (1:1).

Gerade die Derbys gegen die SGF und in Großenlüder waren zuletzt alles andere als zufriedenstellend: "Man hatte in den Spielen den Eindruck, dass zu viel Druck auf der Mannschaft lasten würde. Die Enttäuschung nach der Niederlage in Großenlüder war entsprechend groß, so will man natürlich nicht verlieren. Aber wir hätten auch nach 20 Minuten 2:0 führen können, zudem haben wir das Derby im Hinspiel gewonnen", weist Münker auf das 2:1 am ersten Spieltag hin.

So ganz ungelegen kam der Sportvereinigung die jüngste Absage bei Schlüchtern/Elm daher nicht, wenngleich Münker keinerlei Krisenszenarien aufzeichnen möchte. "Wir haben vor der Saison auch gelesen, wer uns alles auf dem Zettel hatte. Aber es ist erst ein gutes Drittel in dieser Spielzeit rum. Ich werde mich jetzt nicht darauf festnageln lassen, dass wir am Ende auf dem oder dem Platz stehen müssten."

Ohnehin sei der Aufstieg nie als offizielles Ziel von Vorstandsseite ausgegeben worden, wenngleich die Chance in dieser Saison so groß wie nie erscheint: "Wir spielen das dritte Jahr in dieser Liga und wurden zweimal Vierter. Wir wollen weiterhin attraktiven Gruppenliga-Fußball bieten, zumal der Zuschauerzuspruch auch aufgrund der Derbys toll ist. Die Verbandsliga ist nicht die Liga, in der wir in zwei oder drei Jahren kontinuierlich spielen wollen", stellt Münker klar.

Das liege auch daran, dass den einheimischen Akteuren weiterhin ein Zuhause im Verein und in der ersten Mannschaft geboten werden soll. "Wir sind und waren immer ein Dorfverein, die Hosenfelder Spieler sind uns wichtig", so der Vorstandssprecher. Umso bitterer, dass mit Benedikt Rützel ein Urgestein im Winter zu Eichenzell wechselt. Zumindest "Stand jetzt", wie Münker wohlwissend auch bezüglich der berühmten Aussage von Bayern-Coach Niko Kovac betont.

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