15.11.2019

Macht die Dreier-SG Hosenfeld zum Wintermeister?

Hofbieberer Serientäter würden am liebsten einfach weiterspielen

Samuel Neubauer spielt mit seiner Dreier-SGaus Elters, Eckweisbach und Schwarzbach am Samstag zum Jahresabschluss zu Hause das Nachholspiel gegen den SVGroßenlüder. Foto: Charlie Rolff

Die Hälfte der Gruppenliga befindet sich bereits in der Winterpause. Am Wochenende folgt der Rest, wenn dann (hoffentlich) die vier ausstehenden Nachholspiele durchgezogen werden konnten.

Aktuell geht es noch darum, wer als Tabellenführer überwintern darf. Die besten Karten hat die launischen Spvgg. aus Hosenfeld, die am Sonntag (14.30 Uhr) in Schlüchtern antreten muss und die sich vielleicht sogar eine Niederlage erlauben kann, um ganz vorne dran zu bleiben.

Dazu wäre aber Schützenhilfe der Dreier-SG aus Elters, Eckweisbach und Schwarzbach nötig, die am Samstag (14.30 Uhr, in Elters) das Überraschungsteam SV Großenlüder empfängt, das nur mit einem Sieg noch auf Platz eins springen könnte. „Großenlüder hat das im ersten Spiel (Spielabbruch beim Stand von 1:0 für Großenlüder am 10. August wegegen Gewitters, d. Red.) gegen uns richtig gut gemacht. Die Abwehr steht richtig gut und nach vorne haben sie vier, fünf Leute, die brandgefährlich sind“, warnt der Elterser Trainer Daniel Schirmer, der bis auf David Möller (Auslandsaufenthalt und Robin Hahner (Kreuzbandriss) alle Mann an Bord hat.

Dennoch ist offen, ob gespielt werden kann. „Wir hatten ja schon den ersten Schnee, und der Platz ist aufgeweicht“, so Schirmer. Ein Ausweichen nach Eckweisbach oder Schwarzbach sei schwierig. „Das wäre ein großes Hickhack, weil ja jeder Verein seine Heimspiele hat und entsprechend auch Feste danach ausgerichtet sind.“

Kreisoberligen

Die beeindruckenste Serie der Region liefert aktuell der SV Hofbieber in der Kreisoberliga Mitte ab. Im letzten Spiel des Jahres erwartet die Elf von Spielertrainer Daniel Rother den TSV Hilders. Und das mit breiter Brust: 31 von 33 möglichen Punkten fuhren die Vorderrhöner in den letzten elf Spielen ein. Zuletzt gab es neun Siege am Stück.

„Ich werde beantragen, dass die Winterpause wegfällt und die Saison durchgespielt wird“, flachst Rother, der super zufrieden mit seinen Jungs ist. „Wir sind total eng zusammengerückt, jeder kämpft für den anderen und wir lassen uns nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen. Vor ein paar Wochen ist nach einem Rückstand der Kopf noch runter gegangen. Am Sonntag in Haimbach haben wir den Rückstand weggesteckt, einfach weiter gemacht und das Spiel gedreht. Das war bezeichnend.“

Dazu stimme die Mischung innerhalb der Mannschaft sagt Rother, der ohnehin glücklich ist in Hofbieber. „Der Club macht eine tolle Arbeit, auch im Jugendbereich. Als Beispiel kann man auch den Zustand unserer beiden Plätze nehmen. Die sind beide super in Schuss. Da leckt sich mancher Hessen- oder Verbandsligist die Finger nach“, lobt Rother das Vereinsleben beim SVH. Der Coach macht eines deutlich: „Wir wollen dieses letzte Spiel unbedingt durchziehen, um möglichst auf dem zweiten Platz zu überwintern. Wir schwimmen auf einer Erfolgswelle. Da will niemand, dass das Spiel möglicher Weise ausfällt.“

Im Süden will die seit 13 Spielen ungeschlagene SG Gundhelm/Hutten die Tabellenspitze zurück. Dazu benötigt die Mannschaft von Anton Balz beim TSV Rothemann (Samstag, 14.45 Uhr) aber alle drei Zähler.
Dagegen darf sich die Kreisoberliga Nord auf das Derby zwischen Dittlofrod/Körnbach und Rasdorf freuen. Es ist längst ein Duell zweier Teams geworden, die mittendrin im Abstiegs-Schlamassel stecken.

A-Ligen

Das Topspiel der A-Ligen steigt (wieder mal) in der Staffel Lauterbach/Hünfeld. Hier empfängt Nüsttal die SG aus Stockhausen und Blankenau. Wenige Kilometer weiter steigt das Derby, wenn Tabellenführer Mackenzell Nachbar Dammersbach erwartet.

In der A-Liga Fulda könnte sich Sickels mit einem Auswärtssieg bei Marbach/Dietershan (Samstag, 14.30 Uhr) die Spitzenposition zurückholen und hätte dann immer noch zwei weitere Spiele in der Hinterhand.

Das Derby zwischen der SG Ulstertal und der SG Simmershausen rückt in den Fokus der A-Liga Fulda/Rhön. In Lahrbach ist die Ausgangslage klar: Ulstertal benötigt jeden Zähler im Abstiegskampf, während Simmershausen mit einem Sieg am Sonntag (14.30 Uhr) auf Tuchfühlung zur Spitze gehen würde.

In der A-Liga Hersfeld/Hünfeld gastieren die beiden Topvereine im Altkreis Hünfeld. Roßbach (gegen Spitzenreiter Ausbach/Friedewald) sowie Burghaun (gegen den Zweiten Unterhaun) würden gerne noch mal einen Paukenschlag abgeben.

Der SG Rommerz in der A-Liga Schlüchtern ist die Spitze so ein bisschen enteilt. Entsprechend müssen bei der SG Grebenhain/Bermutshain am Sonntag (14.30 Uhr) noch mal drei Punkte eingefahren werden.

B-Ligen

Große Topspiele stehen an diesem Wochenende in den verschiedenen B-Ligen nicht an. Wo die Spitzenteams im Einsatz sind, da sind sie auch klar favorisiert. Beispiel B-Liga Fulda: Alles andere als Heimsiege von Neuenberg (gegen Frischauf Fulda) und Horas II (gegen Hosenfeld II) kämen überraschend. Beide sind die Favoriten auf die beiden direkten Aufstiegsplätze, da die Reserve von Kerzell/Löschenrod wohl nicht aufsteigen darf. / kr

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