Macht Hessenliga Platz für Eintracht frei?

SGE überlegt eine U23 zu melden

Verbandsfußballwart Jürgen Radeck. Foto: Charlie Rolff

Bundesligist Eintracht Frankfurt überlegt wieder eine U23 ins Rennen zu melden, die dem Willen der SGE nach ab der Saison 21/22 in der Hessenliga an den Start gehen soll. Dies bestätigt Verbandsfußballwart Jürgen Radeck (Ortenberg) auf Nachfrage.

Im Jahre 2014 hatte Frankfurt die U23 aus der Regionalliga Südwest abgemeldet, seinerzeit wurde die schlechte Durchlässigkeit beklagt. Sportdirektor Bruno Hübner gab weiland an, dass dem Vorbild der Eintracht sicherlich viele Clubs folgen würden. In der Tat meldeten zahlreiche Proficlubs in den Folgejahren ihre zweite Mannschaften ab. Nun ist bei der SGE ein offensichtlicher Sinneswandel eingekehrt. Wie Radeck bestätigt, habe es eine unverfängliche und lose Anfrage beim Hessischen Fußball-Verband gegeben, in der die Eintracht angefragt habe, ob es möglich sei, ab der Saison 21/22 in der Hessenliga an den Start zu gehen.

Nach den derzeitigen Statuten wäre dies nicht möglich. Reserveteams können vom zuständigen Kreisfußballwart eingeordnet werden. Sprich: Frankfurt dürfte ihre U23 maximal in der Kreisoberliga starten lassen. Dass dies sicherlich nicht dem Ziel der Eintracht, einen vernünftigen Unterbau für das Profiteam zu schaffen, entsprechen würde, ist offensichtlich. Die einzige Möglichkeit, um dem Willen der Eintracht zu entsprechen, wäre eine Satzungsänderung, die beim kommenden Verbandstag, der noch in diesem Jahr stattfindet, herbeizuführen. „Unmöglich“, sagt Radeck, „wäre das nicht“. Auf die aktuelle Hessenliga-Saison haben die Überlegungen der Eintracht keinerlei Auswirkungen.

Autor: Johannes Götze

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